• Happy Hippo


    Ausnahmsweise wird es in diesem Blog-Beitrag mal nicht um unser Auto gehen. Jaja, tatsächlich – der vierte Mietwagen, das Schiff, hat gehalten, was er versprochen hat. Allerdings – zum Flughafen kommen müssen wir noch… 😉

    Die letzten Tage im Etosha Nationalpark waren absolut prächtig. Wir hatten wirklich immer mal wieder unbeschreibliches Glück, z.B. wenn plötzlich ein Löwe am Wasserloch auftauchte, eine riesige Elefantenherde ein abendliches Bad nahm, ein Gepard am Wegesrand im Schatten lag oder ein seltenes Spitzmaulnashorn über die Straße trottete. Oftmals wird man ja auch von anderen Autofahrern auf ihre Entdeckung aufmerksam gemacht. Das entschädigt dann für die vermutlich zig Male, in denen man völlig ahnungslos an irgendwas vorbeifährt, ohne es im Dickicht gesehen zu haben oder in denen das Tierchen halt auch mal schneller ist und wieder im Unterholz verschwindet, als man auf die Bremse treten und zur Kamera greifen kann (wie z.B. bei einem weiteren Nashornbaby mit Mama, aber egal, das eine Mal war ich ja fixer, siehe früherer Blog-Artikel).

    Gestern sind wir in unserer letzten Unterkunft angekommen, in der Wabi Lodge. Auch hier konnten wir einen bisher noch nicht gesichteten Kameraden in unsere Galerie einreihen: das Flußpferd. Und das war ein wahrer Hippo-Traum. Gleich 5 oder 6 von den Dickerchen tauchten aus dem kleinen See auf und wateten zum Ufer. Ein herrlicher Anblick.

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    Morgen geht’s eigentlich direkt zurück nach Windhoek zum Flughafen. Allerdings machen wir vorher noch in der Innenstadt halt und pflanzen uns mit Sicherheit in ein Café. Der Flug geht ja erst am späten Abend.

    Was fehlt noch? Richtig – die Blog-Quizfrage! 🙂 Lässt sich vermutlich extrem schnell rausfinden, aber wer bei Wikipedia schummeln geht, disqualifiziert sich natürlich moralisch – klaro, selbstredend. 😉 Also – geht los: Welche Tierarten zählt man zu den Big Five? Trotz vorheriger Afrika-Erfahrung hab ich da auch nochmal nachschauen müssen. Irgendein Kandidat rutscht einem doch wieder durch, oder man verwechselt zwei…

    Wem die Frage zu schwierig ist, kann eventuell auch hierzu etwas beisteuern: Was könnte wohl der Hauptgewinn der Preisfrage der Radiosendung „Deutsche Stunde“ auf Hitradio Namibia sein? 😉

    Alles in allem war’s wieder ein sehr spannender Trip. Mit der Foto-Ausbeute schlage ich alle meine eigenen Rekorde. Ich dürfte weit über 10.000 Aufnahmen im Kasten haben. Wobei man allerdings sagen muss, daß dort extrem viele Tieraufnahmen bei sind, wo man halt im Serienmodus einfach draufhält. Naja, die Sichtung und Bearbeitung wird trotzdem so einige Zeit dauern.

    Na dann. Wir sehen uns zuhause!

    Liebe Grüße,
    Petra und Marco 🙂


  • No comments so far

  • Nummer 4 lebt!


    Hoffentlich nimmt mir das hier überhaupt noch jemand ab 😉 , aber es ist tatsächlich so. Wir kriegen heute unser 4. (in Worten: viertes!) Mietauto. Bei dem Ersatzauto des Ersatzautos, das uns gestern ein wirklich sehr freundlicher Europcar-Mitarbeiter zur Bambatsi Gästefarm gebracht hatte, kam nach nur wenigen Kilometern auf Etoshas Schotterpisten die nächste Macke zum Vorschein. Die Fahrertür ließ sich nicht mehr richtig schließen. Was noch damit begann, daß sich das Auto ständig beschwerte, eine Tür sei offen (was man aber ignorieren konnte), blieb nach dem ganzen Gerüttel und Geschüttel die Tür überhaupt nicht mehr in der Verankerung. Auf dem Weg zurück zum Camp hab ich sie für ca. 30 km mit der Hand zuhalten müssen, auch damit sie bei den heftigen Erschütterungen nicht noch komplett aus den Angeln fliegt.

    Europcar angerufen – mit Sicherheit hat man dort schon Fotos von uns aufgehängt: schwierige Kunden. 😉 Die waren allerdings wieder sehr hilfsbereit und haben uns einen erneuten Ersatzwagen zugesichert, diesmal als Kompensation für unsere vielen Unannehmlichkeiten sogar die nächstgrößere Wagenklasse. Ist vorhin übrigens angekommen – ein Toyota Fortuner, was für ein Schiff!

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    Damit wir den Tag trotzdem weiter im Etosha Nationalpark herumfahren konnten, haben wir bei der Werkstatt des Camps um Hilfe gebeten. Auch wieder extrem hilfsbereite Leute (kann man allerdings nicht von allen Mitarbeitern sagen, scheinbar besonders nicht von staatlichen Angestellten!). Die haben uns die Tür bzw. das Schloss erstmal wieder repariert. Hielt auch den ganzen Tag. Europcar hatte aber trotzdem schon alles in Gang gesetzt für den Ersatzwagen und wollte das auch nicht mehr zurückdrehen. Eventuell waren sie sich nicht sicher, wie lang unsere Behelfslösung halten würde.

    Und somit konnten wir heute also trotzdem weiter den prächtigen Etosha erkunden. Und das hat sich auch gelohnt. Wir haben sie fast alle 😉 gesehen: Löwen, Gnus, Giraffen, Zebras, Antilopen, Elefanten und Elefantenbabys. 🙂 Hier mal ein schneller Schnappschuss der Dickhäuter.

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    An diesem Wasserloch standen wir über 2 Stunden und haben uns das Treiben und vorallem das Miteinander (und auch die Hackordnung) der vielen unterschiedlichen Tierarten ansehen können, während uns die Sonne mit knapp 40 Grad aufs Autodach bretzelte. Aussteigen ist ja auf Strafe und Parkrauswurf strengstens verboten. An dem einen Wasserloch hätte ich mir es allerdings soundso dreimal überlegt, einen Fuß aus dem Auto zu setzen (obwohl! es an der Stelle sogar erlaubt gewesen wäre). Ein Löwe lag dort satt im Schatten (seine „Gattin“ etwas entfernt im Hintergrund) und zwang alle Antilopen und Zebras, sich nur mit höchster Vorsicht und viel Respekt dem Wasser zu nähern. Mein erster Löwe in freier Wildbahn! 😎

    Morgen geht’s weiter mit der Safari. 🙂


  • 5 Comments - Latest By:
    • Dörte
      Wow, super, da hätte ich es glaub auch 2 Stunden ausgehalten! Gute Reise weiterhin(ohne Autopannen! :-O)
    • Marco
      Die Dürre ist hier auch ein großes Thema - für Tier UND Mensch. Das Land ist von akuter Wasserknappheit bedroht,…

  • (Beinah‘) Sieben Autos musst du fahr’n


    Sieben Autos haben wir zwar noch nicht, aber wir sind ab morgen (hoffentlich) schon bei Nummer 3. Und es sind ja noch ein paar Tage hier in Afrika. 😉 Die Leidensgeschichte mit Mietwagen nimmt scheinbar kein Ende. Wir haben mittlerweile beide und unabhängig voneinander so einige Sachen von vergangenen Trips zu erzählen, wenn es um Mietautos geht. Kann ja gar nicht anders sein, daß wir auch hier in Namibia eine weitere Portion davon abbekommen. Aber keine Sorge, es geht uns gut. Nur den Autos irgendwie nicht. 😉

    Nach 3 sehr schönen Tagen an der Küste in Swakopmund (dazu weiter unten mehr) wollten wir die Stadt gestern in Richtung Damaraland verlassen. Auf der schon ziemlich sandigen Ausfallstraße fährt ein großer LKW an uns vorbei – und Klonk: Steinschlag in der Windschutzscheibe! Auch noch einer von der Sorte, der größer werden würde, vorallem bei dem Gerüttel und Gehoppel auf den hiesigen Schotterpisten. Also wieder zurück in die Stadt und versucht, einen Laden bzw. eine Werkstatt zu finden, die uns das schnell wieder behebt. Nach einigem Hin und Her und der Entscheidung bzw. Empfehlung, daß mal besser nicht selber zu machen (mit so einem Scheiben-Kit), standen wir schon vor einer Autoglaswerkstatt und haben doch besser nochmal bei Europcar angerufen. Die haben uns dann aber eine Reparatur regelrecht untersagt und uns einen Tauschwagen zugesichert. Dauerte ein paar Stunden, die wir normalerweise schon lange hätten unterwegs sein wollen und die wir nun halt in einem Café in Swakopmund abhingen. Naja, bei dem angenehmen Klima dort … gibt Schlimmeres. 😉

    Wagen kam, umgetauscht und losgedüst. Hat auch alles prima geklappt mit unserer Ankunft an der nächsten Unterkunft, der Bambatsi Gästefarm, noch vor Einbruch der Dunkelheit (im Dunklen soll man wegen der kreuzenden Tiere hier ja nicht fahren).

    Nunja, heute morgen wollten wir uns dann den Vingerklip ansehen, einen mitten in der Wüste fast freistehenden hochgereckten Felsen. Auch ganz schick, das Ding. Auf dem Rückweg – Plopp: Kupplung im Eimer. Das Pedal fiel einfach nach unten, keine Spannung mehr drauf, geht nichts mehr.

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    Gottseidank half uns jemand, die Karre anzuschieben und trotz „ohne Kupplung“ zumindest in den zweiten Gang zu kriegen. Auf die Art sind wir jetzt erstmal zur Farm zurückgekommen und warten nun auf den nächsten Ersatzwagen. Morgen geht’s hoffentlich planmäßig weiter. Drückt uns die Daumen!

    Glücklicherweise gibt’s auch noch mehr zu erzählen als nur so ’ne Stories mit kaputten Autos. Die frische Seeluft in Swakopmund hat richtig gut getan nach den Tagen in der staubigen Namib. Wir haben die Living Desert Tour mitgemacht, wo man in den riesigen Wüstendünen in unmittelbarer Meeresnähe jede Menge Klein- und Kleinsttiere aus nächster Nähe zu Gesicht und erklärt bekommt – die sogenannten Little Five: Spinne, Eidechse, Gecko, Schlange und Chamäleon. Sehr interessant!

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    Auch die Bootstour (meine Kotzpille hat gewirkt!) durch die Walvis Bay am zweiten Tag war voller toller Eindrücke: Pelikane, springende Delphine und jede Menge Robben, inklusive „Robbie“! 🙂 Der kam zielgerichtet an Bord und ließ sich auch von Petra ein Leckerli zuwerfen.

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    Sollte bis heute Abend oder morgen früh mit dem dann dritten Auto alles geklappt haben, machen wir uns auf den Weg in den Etosha Nationalpark.

    PS: Europcar hat uns zugesichert, daß das neue Auto morgen früh hier ist. Na dann. 🙂


  • 4 Comments - Latest By:
    • Marco
      Nene, das hat sofort angefangen mit "färben". :-) War ja nur gerade aus der Hand vom Tour Guide geklettert.
    • Ingo
      Das Chameleon ist ja niedlich. Aber so richtig an den Hintergrund anpassen...? Vielleicht war das hier Farbenblind? :P

  • Dune – Der Wüstenpark


    Auf dem Weg nach Swakopmund an der Küste sind wir heute hier am Rande der Namib-Wüste in einer Lodge mit dem exklusiven Namen Rostock Ritz angekommen. (Bevor einer fragt – nee, wir sind nicht unter die Millionaros gegangen. Ist eine Unterkunft wie die meisten hier.) Was der Name andeutet, bewahrheitete sich auch: an der Rezeption wurden wir ohne englische Umschweife mit einem „Guten Tag“ begrüßt. Wie so oft ist auch diese Lodge vermutlich in zumindest ursprünglich deutschstämmiger Hand. Oder vielleicht sahen wir auch nur so was von deutsch aus, daß dem Concierge gar keine andere Wahl blieb als die der deutschen Sprache. 😉

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    Tatsächlich exklusiv hatte es sich gestern angefühlt. Die letzten drei Tage verbrachten wir in Sesriem, dem Ort vor den Toren des Sossusvlei Nationalpark. Das ist der mit den berühmten hunderte Meter hohen, roten Dünen, die schon für so einige Filmsets hergehalten haben. Um diesen Anblick jedoch pünktlich zum Sonnenuntergang und Sonnenaufgang genießen zu können, muß man sich eine Unterkunft im Inneren des Parks suchen, da die Öffnungszeiten der Parktore streng nach Auf- und Untergang der Sonne getaktet sind. Natürlich sind die Preise innerhalb des Parks entsprechend höher. Nachtijall, ick hör dir trapsen. 😉 War aber wirklich eine schöne Lodge mit eleganten Hütten und einem fantastischen Blick in die Wüstenlandschaft.

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    Was macht man als ambitionierter Fotograf (mit verständnisvoller besserer Hälfte 😉 ) nicht alles. Und somit konnte ich mich gestern lange nach „Licht aus“ noch in aller Ruhe in den Dünen herumtreiben. Auch heute morgen durften wir einige Zeit vor der „Invasion der Barbaren“, vulgo: Dünenkletterer, ein paar sehr schöne Blicke der unbestiegenen Dünen genießen – auch wenn’s dann allerdings mit den ersten Sonnenstrahlen mit dem unberührten Naturschauspiel schnell vorbei war. Ich sag nur: Busladungen! 😉

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    Aber naja, so ist das halt an solchen Orten und wenn sie explizit als „Sunrise Dune“ beworben werden. Egal, am Vorabend hab ich mit Sicherheit die Magie dieses und anderer vieler Orte gut und ungestört einfangen können. Hochgestiegen bin ich auf die berühmte Sossusvlei Dune ja selber auch (allerdings verlief zu dem Zeitpunkt dort schon ein Highway-breiter Trampelpfad), und eine gute Rundumsicht auf diese surreale Welt hat man halt tatsächlich am besten von da oben. Bergsteigen durch Sand ist allerdings echt nicht ohne – erst recht nicht, wenn man nicht schon von unten ausschließlich den Dünenkamm, sondern einen steileren Queraufstieg benutzt. Zwei Schritte vor, ein Schritt zurück. *keuch* *pump* 😉

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    Haustiere in den Lodges und auf den Gästefarmen sind übrigens sehr vielfältig. Hier im Ritz toben und balgen ein paar Erdmännchen vor unserer Hütte durch ein Gehege. Auf der Namtib Guestfarm stromerte Borsti zwischen den Häuschen umher und ließ sich bevorzugt den Bauch mit der Schuhsohle schubbern. 😀

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    Bis zum nächsten Blog-Eintrag!


  • 7 Comments - Latest By:
    • Bernhard
      Hi Ihr Beiden Wunderschön dort. Kann ich nur bestätigen.
    • Marco
      Da warten wir noch drauf. Aber in freier Wildbahn wären sie uns lieber. :-)

  • African Mama

    Fotos, Fotos, Fotos… gibt’s heute leider nicht, zumindest nicht in den Mengen wie „gewünscht“ 😉 und teilweise auch schon verfügbar. Die hiesige Internetverbindung ist aber leider so unterirdisch, daß an einen größeren Upload von Fotos nicht zu denken ist. Insofern Sorry für die steile Behauptung am Beitragsanfang. 😉 Aber da schon häufig die Frage aufkam, ob wir denn nun mittlerweile Tiere gesichtet hätten: Jawoll! Und dafür gibt’s einen Schnappschuss aus Petras Kamera – eine Rhino-Mama mit Baby. 😀

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    Gesehen haben wir die beiden auf unserer ersten Safari in der Nähe von Mariental. Unter anderem dabei waren auch noch Giraffen, Oryxe, Antilopen, Zebras und Strauße. Das alles bot der großen Kamera ordentlich Futter. Aber das wird an dieser Stelle natürlich wie immer noch nicht präsentiert. 😉

    Heute sind wir unseren letzten Abend am Fish River Canyon, den wir uns in den vergangenen 2 Tage sehr genau ansehen konnten – auch wenn uns das (mangels ärztlicher Unbedenklichkeitsbescheinigung, kein Scherz!) nur vom Rand aus möglich war. Aber auch das war schon eine beeindruckende Erfahrung. Es ist nach dem Grand Canyon in den USA immerhin die zweitgrößte Schlucht der Welt. Da sitzt es sich schon sehr idyllisch. 🙂

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    Auch unsere Unterkunft, das Canyon Roadhouse, war eine originelle Angelegenheit. Das ganze Grundstück ist vollgestellt mit Oldtimern, die so vor sich hin rotten. Das Restaurant und seine Theke ist rundherum dekoriert mit Autokennzeichen aus aller Herren Länder, u.a. auch sehr viele deutsche. Und im alten klapprigen LKW neben unserem Tisch bezog gestern Abend dann der Hauskater sein Nachtlager, während wir dort noch aßen. Sehr knuddelig! 😎

    Morgen geht es weiter in Richtung Atlantikküste, wo wir ein paar hundert Kilometer vor Lüderitz auf einer Farm in der Namib-Wüste übernachten. Vielleicht gibt’s dann auch bald wieder mehr Fotos hier im Blog zu sehen. Aber trotzdem schonmal vielen Dank bis hierher fürs fleißige Kommentieren. 🙂


  • 2 Comments - Latest By:
    • Thorsten
      Schöne erste Eindrücke, da freu ich mich schon auf die Fotos aus der großen Kamera. Viele Grüße aus den Alpen.…
    • Ingo
      Geile Landschaft! :D

  • Die windige Ecke


    Zurück in Afrika. 🙂 Heute morgen landete in aller Frühe unser Flieger in Namibias Hauptstadt Windhoek, übersetzt auch „Windige Ecke“. Und der Wind bläst tatsächlich ganz ordentlich. Typisch für den afrikanischen Winter/Frühling ist es nachts auch noch ordentlich frisch. Als wir den Mietwagen übernommen hatten, schien uns allerdings eine sehr angenehme, afrikanische Morgensonne ins Gesicht.

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    Jaaa, gut bemerkt – es ist diesmal kein rotes Auto. Und es ist halt eine windige Ecke – und keine Plautze unter meinem T-Shirt. So! 😉

    Windhoek ist natürlich sehr stark geprägt von der deutschen Kolonialgeschichte. Das mündet im Straßenbild in einem manchmal etwas unfreiwillig komischen Sprachenkauderwelsch.

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    In dieser Ecke Afrikas benennt man tatsächlich nach dem Diktator Simbabwes noch Straßen… *seufz*

    Naja, die deutsche Kolonialgeschichte ist alles andere als ein Ruhmesblatt, wie die Massaker an den Herero und Nama belegen, wovon hier in der Stadt allerdings bisher erstaunlich wenig zu vernehmen ist. Anderswo im Land, nämlich an den Originalschauplätzen, wird damit wohl schon erheblich reflektierter umgegangen, und dieses Kapitel von „Deutsch-Südwestafrika“ wird explizit thematisiert. In Windhoek erschöpfen sich die Überbleibsel der Wilhelminischen Zeit allerdings bei Weitem nicht nur in Straßennamen.

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    Allzu lang muß man sich in Windhoek aber nicht aufhalten. Die Stadt ist doch sehr überschaubar. Für uns bot sie heute die sehr angenehme Möglichkeit, nach einem langen Flug recht schnell und ohne längere Autofahrt eine Unterkunft zu beziehen (in der Uhlandstraße 🙂 ), noch ein paar Stunden durch die Straßen zu schlendern und in Cafés die Seele baumeln zu lassen. Ab morgen geht’s dann aber hinaus in die Weiten Namibias. Die erste Etappe führt nach Süden in die Kalahari zum Ort Mariental. Könnte sein, daß wir dort unsere ersten wilden Tiere zu Gesicht bekommen (die zwei Affen und das Warzenschwein auf der Fahrt vom Flughafen nach Windhoek drücken wir mal großzügig in den Skat). Haltet uns die Daumen, auch für tolle Fotomomente!

    Bis später.


  • 5 Comments - Latest By:
    • Wolf-Gerhard Kind
      Wie sieht es denn aus? Habt Ihr außer dem Warzenschwein schon andere Viecher gesehen (oder gar erlegt?) ?
    • Melanie Kühnel
      Hallo ihr zwei! Das macht total Spaß euren Trip mit zu verfolgen. Bin total neugierig was noch alles kommt.…

  • Homecoming


    Das isser also, der voraussichtlich letzte Blog-Eintrag für diesen Roadtrip. *schnüff* 😉 Aber keine Sorge, alles gut! Ich freu mich ja auch immer wieder auf zuhause – und in diesem Zusammenhang sogar gleich doppelt.
    Ich bin nach einem 11-Stunden-Gewaltritt (der Kilometerzähler verbucht insgesamt jetzt ca. 6500 km für mich) seit gestern Abend in Seattle. Einquartiert gleich in unmittelbarer Nähe des Flughafens. Denn morgen früh geht der Flieger – nach Philadelphia. Wie die meisten von Euch evtl. wissen, werd ich in den letzten Tagen meines Urlaubs meinen Kollegen an alter Wirkungsstätte in Lancaster (siehe Lancaster 2009) einen Besuch abstatten. Das ist für mich auch so ein bißchen wie nach Hause kommen. Am kommenden Samstag düse ich dann aber wirklich zurück nach Deutschland. Home Sweet Home, die Zweite. 😉

    Yellowstone werd ich auf jeden Fall in guter Erinnerung behalten … und im Geruchssinn. 🙂 Diesen Schwefelgeruch aus den vielen Geysiren usw. kriegt man halt nicht mehr so schnell aus der Nase. Dabei darf bei diesem Thema natürlich jeder gern den Experten spielen. Wie mir an den Calcite Springs ein pensionierter Chemiker (von Bayer USA!) erklärte, sei dieser Faule-Eier-Geruch gar nicht der Schwefel (der sei nämlich geruchlos), sondern der Schwefelwasserstoff, der bei diesen Dämpfen als Nebenprodukt abfällt. Oder war’s Schwefeldioxid? Keine Ahnung. Ey, ich hab Chemie nach der 10. Klasse abwählen dürfen! 😉
    Interessant an dem Vortrag des netten, älteren Herrn war aber auch eher die Reaktion eines weiteren Zuhörers, der sich auf diesem Gebiet mit … hmm, sagen wir Hobbywissen hervortat und der mit dem echten Fachmann anfing zu plaudern. Da hab ich einfach nur noch die Lauscher aufgesperrt. Der „Bayerianer“ allerdings auch. Stellte sich heraus, daß unser dritter Spezi in seinem Garten ganz gern ein paar Sachen in die Luft sprengte und daher nicht ganz unbeschlagen zu sein schien in der Zusammenmischung diverser Chemikalien. 😯 Holla, die Waldfee! Wenn das FBI dort daneben gestanden hätte … 🙂 Es sind also nicht immer nur Handfeuerwaffen, wo Amerikaner etwas anders ticken. Besagtem Herren würde ich ja am liebsten den folgenden Spruch an’s Herz legen.

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    Bier! – nicht so furchtbar wichtiges Thema bei mir, ganz im Ernst. Es sei denn, die Biersorte ist so abartig, daß allein schon die Erwähnung von Erdbeergeschmack jedem „normalen“ Biertrinker einen kalten Schauer über den Rücken jagt. Oder aber, der Name ist so originell (oder daneben?), daß der Geschmack schon wieder egal ist. 😉

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    Aber was an „Elch-Sabber“ jetzt so rein namenstechnisch den Kunden ansprechen soll… Hmm, muss bei mir mit Neugier zu tun gehabt haben. 🙂 Schmeckte aber tatsächlich besser, als der Name zu hoffen wagte.

    Yellowstone hat nicht nur ein paar beeindruckende Naturwunder auf der Platte. Offenbar glaubt man dort auch an außerirdische Phänomene. Oder warum sollten UFOs sonst Flugverbot bekommen? 😉

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    Ok, ok. Flugdronen! Schon klar. Aber das Gespiele mit den Dingern scheint hier in den Staaten vermutlich schon Überhand zu nehmen. Oder Amazon macht jetzt Ernst. 🙄

    Übrigens – wieder ein Häkchen gemacht. 🙂 Das passierte hier und da auch schon, so lange man sich noch im Nationalpark aufhielt. Der erste Fuß/Reifen auf dem Boden von Montana.

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    Kurz danach hieß es dann aber „Bye-Bye, Yellowstone!“. War schon sehr schick, auch wenn mir Grand Teton als die in meinen Augen ästhetischere Schönheit etwas besser gefallen hat. Yellowstone ist halt wie gesagt mehr was für die Extreme.
    Ich hab den Park durch den historisch bedeutsamen Zugang verlassen (es war damals der erste), durch den Nordeingang. Da steht auch so ein etwas pompöser Torbogen, durch den man als Touri quasi zwangsweise geschleust wird, obwohl man das gar nicht müsste und danach soundso fast schon wieder umdrehen muss, um durch die Ortschaft (die Häuser da im Hintergrund auf dem Foto) und dann auch auf den Highway zu kommen. Aber die Jungs wollen halt, daß man so richtig schön rein und raus fährt. 🙂 Ist ja auch ok.

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    Damit wäre ich am Ende des diesjährigen Urlaubsberichts. Seattle zeigt sich im Moment nicht so von der einladendsten Seite. Ich bin nur für einen Tag hier, aber leider ist es komplett verhangen, und seit Mittag regnet es wie aus Eimern. Naja, nicht so schlimm. Tasche packen und Blog tippen 😀 sind dann stressfreier. Und unterwegs war ich ja heute trotzdem. Etwas weiter außerhalb war’s zwar genauso „schattig“, aber zumindest halbwegs trocken. Das bringt mich jetzt natürlich auch dieses Mal zur abschließenden „Gewinnfrage“.

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    Wessen Geburtsort könnte wohl am Stadtrand dieser schicke Schriftzug zieren? Das ist eine Zeile aus der Feder dieses begnadeten Künstlers, der leider, leider schon nicht mehr unter uns weilt. Er war einer der, wenn nicht sogar DER prägendste Musiker der Neunziger, eine wahre Ikone seiner Stilrichtung, die er und seine Band mitbegründet haben und die hier in Seattle ihre Wiege hat.
    Na kommt, das ist eigentlich fast schon zu einfach. 🙂 Nicht wundern, ich halte die Antworten so lange zurück, bis sich ein paar angesammelt haben. Macht mehr Spaß so!

    Das war’s. War wirklich wieder sehr schön. 🙂 Ich hab wie immer tausende Fotos in der Tasche. Sobald ich das alles aufbereitet habe (schätze mal, wird wohl wieder mindestens einen Monat dauern), lass ich es Euch (auch) hier wissen. (Update: Jeeeeeetzt! 😉 www.boltz-online.com – unter „Fotografie“ und „USA 2014“)

    Eine nicht ganz neue Erkenntnis, die ich auch diesmal wieder auffrischen konnte: Amerikaner dürften mit Abstand die verpeiltesten Autofahrer auf dieser Welt sein. 🙄 😉 Gerade eben ist wieder einer im Dunklen ohne Licht vor mir her gefahren, und er wusste offenbar partout nicht, was ich ihm mit meinem vielen Lichtgehupe eigentlich sagen wollte. *seufz*

    Der Schlussakt… Ich bin viel gewandert, trotz des ganzen Geschnaufes in der sauerstoffarmen (bis gefühlt sauerstofffreien 😉 ) Höhenlage von Utah, Wyoming und Montana. Und der Boltzi sieht immer fertig, aber glücklich aus, wenn er irgendwo angekommen ist. 🙂

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    Tschüüüüüß! 🙂


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    • Marco
      https://www.youtube.com/watch?v=wEnwU5UGVYs
    • Marco
      https://www.youtube.com/watch?v=YcnvM2Eg_Rc

  • Bison Overkill


    In Grand Teton war eine Bisonherde oder auch mal der Einzelgänger direkt am Straßenrand noch was vergleichsweise besonderes. Hier in Yellowstone halt ich mittlerweile schon gar nicht mehr an, wenn so ein Tierchen des Weges kommt. „Ok, schon wieder ein Bison. Mist, schon wieder Verkehrsstau!“ 😉
    Nein, ganz so isses dann auch nicht. Ist schon nachwievor sehr faszinierend anzusehen, wenn eine riesige Herde von bis zu 30 Bisons durch die Gegend zieht. Oder wenn man (im Auto sitzend) plötzlich nur noch von diesen „Schlachtrössern“ umgeben ist, weil die ihrer 20 oder mehr beschlossen haben, genau an der Stelle die Straße zu überqueren, wo ich gerade am Rand parke. Da schrammt so ein Bisonhintern in aller Gemütsruhe schon mal nur ein paar Meter am Kotflügel vorbei. 🙂

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    Im Auto sitzen bleiben ist dabei natürlich das einzig Richtige. Aber was macht man, wenn man gar nicht im Auto ist? Am Pelican Creek stand ich vorgestern Abend mit ein paar anderen Fotografen auf einer kleinen Brücke, und wir haben uns alle voll auf ein paar süße Otter im Wasser konzentriert, die dort regelrecht für die Kameras posiert haben. Aus dem Augenwinkel sah ich dann was Großes auf der Straße auf uns zuwanken. 🙂 Ähm, da kam ein ziemlich großes Bison in unsere Richtung marschiert. Wir hätten sozusagen in seinem Weg gestanden. Glücklicherweise hatte einer der anderen Fotografen sein Auto am Ende der Brücke einfach an den Straßenrand gestellt. Wir sind dann mal besser alle dahinter „in Deckung gegangen“ und haben den Dicken an uns vorbei laufen lassen. Der war zwar total friedlich. Aber man weiß ja nie, was ihn/sie so reizt. 😉

    Ansonsten ist Yellowstone nicht so die natürliche Schönheit wie Grand Teton. Die Landschaft ist zumindest im westlichen Teil des Parks (woanders war ich noch nicht so wirklich) eher zerklüftet und weniger ästhetisch anzusehen. Dafür sind wie erwartet die Extreme der Hingucker. An allen Ecken sprudelt und blubbert es aus der Erde. Es „duftet“ wiedermal lecker nach Schwefel. Ich hatte es schon vermisst. 😉 Der ganze Nationalpark scheint ein einziger großer Vulkan zu sein, was sich aber in faszinierenden Farben der Gesteine und Gewässer widerspiegelt. Hat schon was!

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    Am Grand Prismatic Pool

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    Im Geyser Country

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    Ein echtes Prachtstück am Schluß – der Morning Glory Pool, ebenfalls im Upper Geyser Basin des Geyser Country

    Zum Autofahren ist Yellowstone leider fast genau mit meiner Ankunft ziemlich anstrengend geworden. Wegen Bauarbeiten wurden zwei wichtige Highways dauerhaft für den Rest des Jahres gesperrt. Man kommt zwar noch überall hin, aber leider nicht mehr auf dem direkten Weg. Der Ort, wo ich heute zum Beispiel war – Geyser Country – ist Luftlinie bzw. über einen der besagten Highways keine 20 Minuten Autofahrt von meiner Unterkunft entfernt. Durch die Umleitung brauch ich jetzt fast genau 2 Stunden, um dort hinzukommen. Ich konnte vorhin, als ich mich auf den Rückweg machte, meine Lodge in Grant Village schon fast sehen – und musste trotzdem erst eine so lange Fahrt auf mich nehmen. Naja, egal. Irgendwas ist immer. 😉 Aber der Sprit ist billig, mein Auto nicht sehr durstig, und Zeit hab ich ja auch genug. 😉


  • 5 Comments - Latest By:
    • Marco
      Hab auch noch keins von denen wütend gesehen, nur untereinander gab's mal Zoff - so mit Hörner in die Seiten…
    • Ingo & Mutti
      Sehr geil! Der Große sieht so friedlich aus... :-P

  • Grand mit vielen


    Noch ein abschließendes Wort zu Moab und dem Arches Nationalpark. Am letzten Abend hab ich dort noch eine längere Wanderung zum Double O‘ Arch unternommen. Die Herausforderung im Arches ist aber nicht zwingend die Entfernung eines solchen Trails, sondern eher die Hitze und die auch sonst nicht sehr menschenfreundliche Umgebung einer Wüste. War ich am ersten Abend noch sicheren Fußes vom Delicate Arch im Dunkeln dafür aber mit Mondlicht gut geleitet und außerdem in Begleitung von jeder Menge anderer später Wanderer zurück zum Auto gekommen, sah das am Double O schon ganz anders aus. Ein recht kraxeliger Weg, der auch mal über schmale Felsrücken verläuft, machen das eher zu einer No-Go-Area für Wanderungen nach Sonnenuntergang. Somit hatte ich mir also fest vorgenommen, den ca. 5 km langen Rückweg auf jeden Fall lange vor Einbruch der Dunkelheit anzutreten und somit auf Sonnenuntergangsbilder am Arch zu verzichten. Und außerdem wollte ich im Zweifelsfall auch möglichst nicht alleine zurücklaufen. Ein falscher Tritt auf diesem Pfad, und ich hab ein Problem – besonders wenn nicht noch andere Wanderer unterwegs sind. Aaron Ralston lässt grüßen. 😉

    Ich hab mich also früh genug trennen können, hab eine durchgeknallte Sängerin aufgegabelt, die in diesem Talkessel unbedingt das Echo ihrer Gesangskünste testen wollte und hab sie fast schon genötigt (auch in ihrem eigenen Interesse), nicht allein zurückzubleiben. Naja, wir haben uns zumindest den Rückweg mit angenehmer Unterhaltung verkürzt. Und sie war dann am Ziel vermutlich auch nicht sooo traurig, daß auch sie nicht allein hatte zurück laufen müssen. Wir haben nämlich zwei Mal den Pfad „verloren“ (geht aber auch fix – da wird man halt nicht alle paar Meter mit Hinweisschildern verwöhnt), und wir standen irgendwo in einer Sackgasse vor einer Felswand oder einem doch etwas zu hohen Abgrund – eine Situation, die sie angesichts der einbrechenden Dunkelheit in immer wahrnehmbarere Panik versetzte. Alleine wäre dort vermutlich jedem von uns ganz schön der Stift gegangen. 😉 Und so kamen wir da halt einfach mit gegenseitiger moralischer Unterstützung ganz easy wieder raus. Also alles gut, Mutti! 🙂

    Seit vergangenem Montagabend bin ich im Grand Teton Nationalpark im lauschigen Wyoming. Um hierher zu kommen, musste ich einen ganz ordentlichen Ritt von ca. 850 km zurücklegen. Dabei hab ich auch gleich noch Neuland betreten. Bevor es nach Wyoming ging, konnte ich wiedermal ein weiteres Häkchen auf der Liste der Bundesstaaten machen, in die ich nun schon einen Fuß gesetzt habe.

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    Übrigens überquert dieser Highway auf dem Weg nach Grand Teton die besagte State Line mehr als einmal, immer schön hin und her. 🙂

    Grand Teton ist jedenfalls ein einziges Wunder. Naturspektakel gibt es hier in rauen Mengen und
    vielseitigster Art, auch wenn sie eher nicht so die Extreme wie im Arches und vermutlich auch Yellowstone umfassen. Es ist eher eine sehr „normale“ Landschaft, dafür aber mit herrlich satten Farben, spiegelnden Flußläufen, funkelnden Seen und schneebedeckten Bergspitzen. Hier mal eine kleine Kostprobe (nur aus der Knippse, die Bilder der großen Kamera enthalte ich Euch bewußt vor, will ja nicht mein ganzes Pulver verschießen 😉 ) – eine kleine Kostprobe also von den Tetons, den Namensgebern des Parks.

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    Auch die Tierwelt ist hier einfach prächtig anzuschauen. Bisher ist die schiere Menge an
    vorbeilaufenden Elchen und Bären zwar bei Weitem noch nicht so groß wie letztes Jahr in den kanadischen Rockies. Das wird an der späteren Jahreszeit liegen. Aber dafür sind mir zum ersten Mal Bisons vor die Linse geraten. 🙂

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    Bis Sonntag kann ich mir hier noch in aller Ruhe Zeit nehmen. Danach geht es die paar Meilen nordwärts nach Yellowstone. Im Gegensatz zu den letzten Trips dieser Art hab ich mir ja diesmal ganz bewußt nur zwei Hauptziele ausgesucht und dafür jeweils etwas mehr Zeit reserviert, als das vorher manchmal der Fall war, als ich zumeist nur maximal drei oder vier Tage an der gleichen Stelle übernachtet habe (wenn überhaupt so lang). Man sieht zwar mehr Orte, aber stressiger ist es allemal. Von daher find ich meinen „neuen Ansatz“ gerade sehr entspannend. 🙂
    Ach und bevor einer fragt: WLAN gibt es hier ganz zuverlässig in jeder Lodge und jedem Restaurant, und sogar mein Verizon-Handy hat im letzten Winkel des „Märchenwaldes“ meistens ganz brauchbaren Empfang. 😉

    PS: „Große“ Bilder gibt es ab jetzt übrigens auf der Hauptseite www.boltz-online.com unter „Fotografie“ und „USA 2014“.


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    • Andreas
      Hi Marco, scheint so zu sein, daß Du gut über den Teich gekommen bist. Du weißt ja, mit dem Lesen…
    • Marco
      Das war eine Berufssängerin, auch wenn sie selber mit dem Begriff Beruf vorsichtig umgegangen ist. Aber zumindest kann sie wohl…

  • Red Rock Return


    Das Land der roten Felsen hat mich wieder. Na gut, Moab, mein jetziger Aufenthaltsort, wird für diesen Trip zwar der einzige bleiben, wo rote Erde zu sehen ist. Aber für den Anfang … 🙂

    Mit etwas Rotem hat dieser Urlaub in Utah und Wyoming aber auch schon an anderer Stelle begonnen, nämlich beim Mietwagen. Der lief zwar glücklicherweise nicht im roten Bereich. Aber umtauschen musste ich ihn in Denver am Flughafen am nächsten Morgen dann trotzdem. Das Ding machte derartig fiese Geräusche aus einer der Radaufhängungen – das war nichts für meine Mutter ihren Sohn. Böse Erinnerungen an den Landcruiser in Australien kamen hoch – siehe an anderer Stelle hier in diesem Blog. Was ich im Jetlag am ersten Abend nach Ankunft noch ignorieren konnte, ging mir aber am nächsten Morgen angesichts der vor mir liegenden Fahrtstrecke nicht mehr aus dem Kopf.
    Also schnurstracks zurück zum Flughafen (gottseidank nur ca. 10 km entfernt), die Büchse wieder zurückgebracht, ein bißchen rumgemault (mal ehrlich, muss man als Autovermieter doch merken, wenn der letzte Kunde vor mir so eine Kiste in diesem Zustand wieder abgibt) und … ein kostenloses Upgrade auf die nächstgrößere Wagenklasse bekommen. 🙂 Gelenkt von inneren Überzeugungen 😉 bin ich natürlich geradewegs auf den kleinen Roten zugelaufen. Bisher hab ich’s noch nicht bereut. Fährt sich schnuckelig, und er hat mich gestern auch sicher und bequem bis nach Utah gebracht.

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    Halbwegs pünktlich war ich in Moab und hab die verbleibende Zeit mit Tageslicht auch noch für einen ersten Abstecher in den Arches Nationalpark nutzen können. Als hätte der Park bei mir was gutzumachen (2008 bin ich nach 3 Tagen Regenwetter quasi unverrichteter Dinge weitergefahren), kam ich nach 2.5 km Wanderung auch exakt zum besten Sonnenuntergangslicht am berühmten Delicate Arch an. Perfektes Timing. Ich glaube, man sieht mir an, daß ich mich ganz ordentlich beeilt habe, um rechtzeitig da zu sein. 😉 Hat sich aber gelohnt.

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    Heute „dachte“ Moab vermutlich, so, reicht erstmal wieder. Seit heute morgen pieselt es nämlich immer mal wieder. Sieht aber nicht so schlimm aus. Da kommt mit Sicherheit noch die Sonne raus. Aber auf die Art kann ich es entspannt angehen lassen.

    Heute und morgen hab ich noch zuverlässigen Online-Zugang. Für die Zeit danach kann ich nicht vorhersagen, inwiefern ich brauchbares Internet zur Verfügung habe. Ab morgen früh geht es weiter nach Norden zum Grand Teton Nationalpark. Wenn alle Erwartungen für diese Region zutreffen, dürfte es dort neben beeindruckender Landschaft und einer faszinierender Tierwelt aber auch so gut wie keine Online-Verbindungen geben. 😉 Ich werd’s sehen. In diesem Fall wird mir auch mein süßes, neues iPhone nicht viel weiterhelfen. Mein deutsches Handy war nämlich partout nicht zu überreden gewesen, sich mit einer Verizon-SIM-Karte anfreunden zu wollen, obwohl das von den technischen Daten her hätte gehen müssen. Na gut, hab ich halt mal das preiswerteste Apfelding gekauft, das die in dem Laden da hatten. Man weiß ja nie, wozu’s gut ist. 😉

    Lasst es Euch gutgehen!

    PS: Ich freu mich am meisten wie immer über Kommentare – am besten direkt hier im Blog und nicht auf Facebook! 😉 Aber wer unbedingt nur dort was schreiben will – nur zu. 🙂


  • 5 Comments - Latest By:
    • Dörte
      Gute Reise Marco und ganz viele schöne Fotomotive! Hoffe Du bekommst viele Tiere vor den Auslöser. :-)
    • Marco
      Naja, ausgesucht hab ich mir das Äpfelchen jetzt auch nicht. ;-) War bei Verizon für meine Zwecke leider alternativlos. Und…