• Up In The Air


    Beim ersten Versuch am Freitagmorgen war noch zu viel Wind im Spiel. Da hatte ich mich schon um kurz vor 4 Uhr aus dem Bett gehievt, um zum Sonnenaufgang mit dem Ballon über dem Outback schweben zu dürfen. Aber dann entschied sich der Pilot gegen den Start. Heißluftballons sind halt doch hauptsächlich vom Wind abhängig. Und wenn man irgendwo sinnvoll ankommen möchte … 😉 Also ließ ich mich auf die „Passagierliste“ für den kommenden Tag, den Samstag, setzen und hab mich für ein paar Stunden zurück in die Koje getrollt.

    Heute Morgen war’s dann aber soweit. Gegen halb 5 wurde ich vom Hotel abgeholt, es wurden die restlichen Leute aufgegabelt (das war der eigentliche Grund für die frühe Stunde – die Sonne geht hier zur Zeit nicht vor 7 Uhr auf!), und wir fuhren mitsamt Ballon, Korb, Gasflaschen und Verpflegung ins Outback südlich von Alice Springs. Brrr, war das kalt – gerade mal 2 Grad Celsius. So sind halt Winternächte in der Wüste.

    Dort wurde dann unter Beteiligung aller Leutchen der Ballon vorbereitet. So sieht das aus, wenn das Ding am Boden über einen Ventilator (hier nicht im Bild) erstmal mit ganz ordinärer Umgebungsluft gefüllt wird.



    Und schon ging’s los. Alle Mann rein in den Korb. Währenddessen folgte uns der Kleinbus, der uns hergebracht hatte, am Boden in Richtung Ziel. Oben war’s dann auch schon gar nicht mehr so kalt, was teilweise wirklich daran lag, daß die Luft zu dieser Tageszeit direkt am Boden erheblich kühler ist … allerdings auch daran, daß man von oben durch die Nähe zur Gasflamme ganz gut gegart wurde. 😉 War aber echt ein cooles Dahingleiten so ca. 200 bis 300 m über dem Boden. Da gibt’s kein Geholpere und keine Luftlöcher. Man schwebt majestätisch gen Horizont. 🙂

    Der Moment kam, und die Sonne schob sich über die Spitzen der East MacDonnell Range.



    Ergo: lange Schatten. Aber auch der Ballon war immer gut zu sehen.



    Hier der Blick auf den morgendlich erhellten Stuart Highway.



    Jede Menge Tiere waren von oben zu bestaunen. So nah (ok, mehr oder weniger) kommt man wilden Kängurus im Outback normalerweise nicht.



    Etwa 60 Minuten später hatten wir dann auch schon den finalen Landepunkt erreicht.



    Nach wiederum vereintem Zusammenpacken des Ballons (Nene, was man als zahlender Kunde alles selber machen muß… Auch ’ne Methode, die Anzahl der erforderlichen Mitarbeiter auf ein Minimum zu beschränken. 😉 ) … nachdem das Teil also wieder verstaut war, gab’s noch ’nen Schluck Sekt und ’nen Happen Frühstück.

    Und somit war dies mein allererster Ballonflug. 🙂

    Morgen, also Sonntag, werde ich Alice Springs und das Northern Territory endgültig verlassen. Die Grenze zu South Australia ist nicht sehr weit. Ab dann geht’s in den verbleibenden 6 Tagen mit vergleichsweise wenigen Zwischenstopps bis an die Südküste nach Adelaide.


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