• Reverse Stuart


    Jetzt hab ich’s also so gemacht wie ein gewisser Mr John McDouall Stuart: Ich hab die gesamte Strecke zwischen S├╝d- und Nordk├╝ste quer durch die Mitte Australiens gemeistert. ­čÖé Ok ok, Stuart hat den Trip vor 150 Jahren in die andere Richtung gemacht, und er konnte im Gegensatz zu mir auch nicht auf Autos und Stra├čen zur├╝ckgreifen. Aber ansonsten hab ich mich in den letzten knapp 4 Wochen schon fast komplett entlang des namensgebenden Highways auf seinem Entdeckerpfad fortbewegt. Den roten Staub werde ich vermutlich nie mehr ganz runterkriegen von meinen Schuhen … ­čśë

    Seit Mittwochabend befinde ich mich in Adelaide. Als ich die Flinders Ranges ca. 400 km n├Ârdlich von Adelaide verlie├č, f├╝hlte es sich immer noch an wie W├╝ste und Outback. Kaum in der N├Ąhe der S├╝dk├╝ste angekommen, empfing mich schon das typische Seeklima: k├╝hl, feucht, windig, bew├Âlkt, immer wieder Nieselregen. Das bedeutet aber nicht, da├č ich den Unterschied nicht auch genie├če. Gestern stand ich in Victor Harbor (wird tats├Ąchlich ohne „u“ geschrieben!) das erste Mal direkt am Strand des S├╝dpolarmeers (jepp, das hei├čt dort schon so!). Die Luft habe ich besonders intensiv eingeatmet. Herrlich, diese frische Brise! ­čÖé

    Dann ging’s ├╝ber den ber├╝hmten Causeway – eine lange einspurige, mit Gleisen versehene Br├╝cke – nach Granite Island. Auch dort konnte ich mir jede Menge Seeluft um die Nase wehen lassen.



    ├ťber besagten Causeway f├Ąhrt ├╝brigens eine Art Stra├čenbahn, die von einem Pferd gezogen wird – ein ber├╝hmtes Wahrzeichen des Ortes. Sp├Ąter auf dem R├╝ckweg hab ich mich auch damit kutschieren lassen.



    Auf Granite Island sind die M├Âwen ├╝brigens derart frech (oder domestiziert?), da├č sie einem das Essen direkt vom Teller klauen. Mu├č man schneller futtern, als diese Kampfmaschinen sich auf einen herabst├╝rzen k├Ânnen. ­čÖé



    Ich mu├č sagen, Eure Kommentierlaune hier im Blog ist dieses Mal nicht sehr ausgepr├Ągt gewesen …
    Aber vielleicht kann ich ja doch wieder ein bi├čchen was rauskitzeln. Aufmerksame Leser der Blog-Eintr├Ąge bzw. interessierte Zuh├Ârer meiner Reiseberichte (auch der letzten Jahre) werden es bestimmt wissen. Das folgende Bild bzw. ein ├Ąhnliches entsteht oft am Ende meiner Urlaubstrips. Was befindet sich da so geh├Ąuft im Aschenbecher meines Autos? „Gelbe Zettel“ reicht als Antwort ├╝brigens nicht! ­čśë



    Es war wie immer ein sehr spannender Roadtrip mit extrem vielen Eindr├╝cken und jeder Menge toller Fotos. Die Tachos(!) meiner Autos(!) – so viele verschiedene Fahrzeuge hatte ich selten in einem einzigen Urlaub – zeigen insgesamt mittlerweile ziemlich genau 7000 Kilometer an. Sehr viel wird nicht mehr dazukommen. So ein paar Sachen sehe ich mir jetzt noch hier in Adelaide an. Sitze z.B. um die Ecke der Haigh’s Chocolate Factory und werd mir dort nachher eine F├╝hrung durch die Schoki-Produktion ansehen. Und morgen Nachmittag geht der Flieger zur├╝ck. Also dann – man sieht sich!

    Gr├╝├če,
    Marco




    6 responses to “Reverse Stuart”


    • Melli

      Gelbe beschriebene Zettel? ­čśë


    • Marco

      *Tr├Â├Â├Ât* Ungen├╝gend! ­čÖé


    • Holgi

      …die waren vorher in diesem dicken Buch drin…


    • Marco

      Ja, schon sehr nah dran. Aber noch nicht 100 Prozent! ­čÖé


    • Bauniete

      Da du nichts dem Zufall ├╝berlasst, nehme ich an, dass das die Tagesziele sind.
      Ich hoffe Du hast immer alle erreicht !?!


    • Marco

      Jawollja, das ist korrekt. Aber fairerweise w├╝rde ich sagen, Holgi und die „Bauniete“ ­čśë teilen sich den virtuellen Pokal! ­čÖé

      Melli kriegt allerdings auch ein liebes Dankesch├Ân und den Preis f├╝r die allererste Antwort … die zudem ja auch nicht v├Âllig falsch war. ­čśë

      Und ja, hab fast alles gesehen, was ich so sehen wollte. Es waren am Ende nur noch 2 Zettel in DEM Buch, n├Ąmlich dem Lonely Planet, ├╝brig. Und das waren lediglich alternative Ausweichziele, an denen ich gar nicht direkt vorbeigekommen bin.


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