• Bison Overkill


    In Grand Teton war eine Bisonherde oder auch mal der Einzelg├Ąnger direkt am Stra├čenrand noch was vergleichsweise besonderes. Hier in Yellowstone halt ich mittlerweile schon gar nicht mehr an, wenn so ein Tierchen des Weges kommt. „Ok, schon wieder ein Bison. Mist, schon wieder Verkehrsstau!“ ­čśë
    Nein, ganz so isses dann auch nicht. Ist schon nachwievor sehr faszinierend anzusehen, wenn eine riesige Herde von bis zu 30 Bisons durch die Gegend zieht. Oder wenn man (im Auto sitzend) pl├Âtzlich nur noch von diesen „Schlachtr├Âssern“ umgeben ist, weil die ihrer 20 oder mehr beschlossen haben, genau an der Stelle die Stra├če zu ├╝berqueren, wo ich gerade am Rand parke. Da schrammt so ein Bisonhintern in aller Gem├╝tsruhe schon mal nur ein paar Meter am Kotfl├╝gel vorbei. ­čÖé

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    Im Auto sitzen bleiben ist dabei nat├╝rlich das einzig Richtige. Aber was macht man, wenn man gar nicht im Auto ist? Am Pelican Creek stand ich vorgestern Abend mit ein paar anderen Fotografen auf einer kleinen Br├╝cke, und wir haben uns alle voll auf ein paar s├╝├če Otter im Wasser konzentriert, die dort regelrecht f├╝r die Kameras posiert haben. Aus dem Augenwinkel sah ich dann was Gro├čes auf der Stra├če auf uns zuwanken. ­čÖé ├ähm, da kam ein ziemlich gro├čes Bison in unsere Richtung marschiert. Wir h├Ątten sozusagen in seinem Weg gestanden. Gl├╝cklicherweise hatte einer der anderen Fotografen sein Auto am Ende der Br├╝cke einfach an den Stra├čenrand gestellt. Wir sind dann mal besser alle dahinter „in Deckung gegangen“ und haben den Dicken an uns vorbei laufen lassen. Der war zwar total friedlich. Aber man wei├č ja nie, was ihn/sie so reizt. ­čśë

    Ansonsten ist Yellowstone nicht so die nat├╝rliche Sch├Ânheit wie Grand Teton. Die Landschaft ist zumindest im westlichen Teil des Parks (woanders war ich noch nicht so wirklich) eher zerkl├╝ftet und weniger ├Ąsthetisch anzusehen. Daf├╝r sind wie erwartet die Extreme der Hingucker. An allen Ecken sprudelt und blubbert es aus der Erde. Es „duftet“ wiedermal lecker nach Schwefel. Ich hatte es schon vermisst. ­čśë Der ganze Nationalpark scheint ein einziger gro├čer Vulkan zu sein, was sich aber in faszinierenden Farben der Gesteine und Gew├Ąsser widerspiegelt. Hat schon was!

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    Am Grand Prismatic Pool

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    Im Geyser Country

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    Ein echtes Prachtst├╝ck am Schlu├č – der Morning Glory Pool, ebenfalls im Upper Geyser Basin des Geyser Country

    Zum Autofahren ist Yellowstone leider fast genau mit meiner Ankunft ziemlich anstrengend geworden. Wegen Bauarbeiten wurden zwei wichtige Highways dauerhaft f├╝r den Rest des Jahres gesperrt. Man kommt zwar noch ├╝berall hin, aber leider nicht mehr auf dem direkten Weg. Der Ort, wo ich heute zum Beispiel war – Geyser Country – ist Luftlinie bzw. ├╝ber einen der besagten Highways keine 20 Minuten Autofahrt von meiner Unterkunft entfernt. Durch die Umleitung brauch ich jetzt fast genau 2 Stunden, um dort hinzukommen. Ich konnte vorhin, als ich mich auf den R├╝ckweg machte, meine Lodge in Grant Village schon fast sehen – und musste trotzdem erst eine so lange Fahrt auf mich nehmen. Naja, egal. Irgendwas ist immer. ­čśë Aber der Sprit ist billig, mein Auto nicht sehr durstig, und Zeit hab ich ja auch genug. ­čśë


    5 responses to “Bison Overkill”


    • Bernhard und Ina

      Tolle Gegend. Kann man schon ein bi├čchen neidisch werden. Was wiegt so ein Bison sch├Ątzungsweise?


    • Marco

      Die Bullen k├Ânnen bis zu 900 kg schwer werden. Bisonk├╝he sind tats├Ąchlich nur halb so schwer. Das w├╝rde sich ja so manche S├Ąugetierart gern fest in den Genen verankern lassen. ­čśë


    • Mutti

      Nicht zu viel versprochen ! Superaufnahmen und aufschlussreiche Berichte. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.


    • Ingo & Mutti

      Sehr geil! Der Gro├če sieht so friedlich aus… ­čśŤ


    • Marco

      Hab auch noch keins von denen w├╝tend gesehen, nur untereinander gab’s mal Zoff – so mit H├Ârner in die Seiten usw. W├╝tend auf mich muss vielleicht auch nicht sein. ­čśë Da sind sie mir tiefenentspannt doch viel lieber.


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