• Dune – Der Wüstenpark


    Auf dem Weg nach Swakopmund an der Küste sind wir heute hier am Rande der Namib-Wüste in einer Lodge mit dem exklusiven Namen Rostock Ritz angekommen. (Bevor einer fragt – nee, wir sind nicht unter die Millionaros gegangen. Ist eine Unterkunft wie die meisten hier.) Was der Name andeutet, bewahrheitete sich auch: an der Rezeption wurden wir ohne englische Umschweife mit einem „Guten Tag“ begrüßt. Wie so oft ist auch diese Lodge vermutlich in zumindest ursprünglich deutschstämmiger Hand. Oder vielleicht sahen wir auch nur so was von deutsch aus, daß dem Concierge gar keine andere Wahl blieb als die der deutschen Sprache. 😉

    p1090998

    Tatsächlich exklusiv hatte es sich gestern angefühlt. Die letzten drei Tage verbrachten wir in Sesriem, dem Ort vor den Toren des Sossusvlei Nationalpark. Das ist der mit den berühmten hunderte Meter hohen, roten Dünen, die schon für so einige Filmsets hergehalten haben. Um diesen Anblick jedoch pünktlich zum Sonnenuntergang und Sonnenaufgang genießen zu können, muß man sich eine Unterkunft im Inneren des Parks suchen, da die Öffnungszeiten der Parktore streng nach Auf- und Untergang der Sonne getaktet sind. Natürlich sind die Preise innerhalb des Parks entsprechend höher. Nachtijall, ick hör dir trapsen. 😉 War aber wirklich eine schöne Lodge mit eleganten Hütten und einem fantastischen Blick in die Wüstenlandschaft.

    p1090838

    Was macht man als ambitionierter Fotograf (mit verständnisvoller besserer Hälfte 😉 ) nicht alles. Und somit konnte ich mich gestern lange nach „Licht aus“ noch in aller Ruhe in den Dünen herumtreiben. Auch heute morgen durften wir einige Zeit vor der „Invasion der Barbaren“, vulgo: Dünenkletterer, ein paar sehr schöne Blicke der unbestiegenen Dünen genießen – auch wenn’s dann allerdings mit den ersten Sonnenstrahlen mit dem unberührten Naturschauspiel schnell vorbei war. Ich sag nur: Busladungen! 😉

    p1090955

    Aber naja, so ist das halt an solchen Orten und wenn sie explizit als „Sunrise Dune“ beworben werden. Egal, am Vorabend hab ich mit Sicherheit die Magie dieses und anderer vieler Orte gut und ungestört einfangen können. Hochgestiegen bin ich auf die berühmte Crazy Dune ja selber auch (allerdings verlief zu dem Zeitpunkt dort schon ein Highway-breiter Trampelpfad), und eine gute Rundumsicht auf diese surreale Welt hat man halt tatsächlich am besten von da oben. Bergsteigen durch Sand ist allerdings echt nicht ohne – erst recht nicht, wenn man nicht schon von unten ausschließlich den Dünenkamm, sondern einen steileren Queraufstieg benutzt. Zwei Schritte vor, ein Schritt zurück. *keuch* *pump* 😉

    img_1396

    Haustiere in den Lodges und auf den Gästefarmen sind übrigens sehr vielfältig. Hier im Ritz toben und balgen ein paar Erdmännchen vor unserer Hütte durch ein Gehege. Auf der Namtib Guestfarm stromerte Borsti zwischen den Häuschen umher und ließ sich bevorzugt den Bauch mit der Schuhsohle schubbern. 😀

    p1090591

    Bis zum nächsten Blog-Eintrag!


    7 responses to “Dune – Der Wüstenpark”


     Hinterlasse einen Kommentar