• Nummer 4 lebt!


    Hoffentlich nimmt mir das hier überhaupt noch jemand ab 😉 , aber es ist tatsächlich so. Wir kriegen heute unser 4. (in Worten: viertes!) Mietauto. Bei dem Ersatzauto des Ersatzautos, das uns gestern ein wirklich sehr freundlicher Europcar-Mitarbeiter zur Bambatsi Gästefarm gebracht hatte, kam nach nur wenigen Kilometern auf Etoshas Schotterpisten die nächste Macke zum Vorschein. Die Fahrertür ließ sich nicht mehr richtig schließen. Was noch damit begann, daß sich das Auto ständig beschwerte, eine Tür sei offen (was man aber ignorieren konnte), blieb nach dem ganzen Gerüttel und Geschüttel die Tür überhaupt nicht mehr in der Verankerung. Auf dem Weg zurück zum Camp hab ich sie für ca. 30 km mit der Hand zuhalten müssen, auch damit sie bei den heftigen Erschütterungen nicht noch komplett aus den Angeln fliegt.

    Europcar angerufen – mit Sicherheit hat man dort schon Fotos von uns aufgehängt: schwierige Kunden. 😉 Die waren allerdings wieder sehr hilfsbereit und haben uns einen erneuten Ersatzwagen zugesichert, diesmal als Kompensation für unsere vielen Unannehmlichkeiten sogar die nächstgrößere Wagenklasse. Ist vorhin übrigens angekommen – ein Toyota Fortuner, was für ein Schiff!

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    Damit wir den Tag trotzdem weiter im Etosha Nationalpark herumfahren konnten, haben wir bei der Werkstatt des Camps um Hilfe gebeten. Auch wieder extrem hilfsbereite Leute (kann man allerdings nicht von allen Mitarbeitern sagen, scheinbar besonders nicht von staatlichen Angestellten!). Die haben uns die Tür bzw. das Schloss erstmal wieder repariert. Hielt auch den ganzen Tag. Europcar hatte aber trotzdem schon alles in Gang gesetzt für den Ersatzwagen und wollte das auch nicht mehr zurückdrehen. Eventuell waren sie sich nicht sicher, wie lang unsere Behelfslösung halten würde.

    Und somit konnten wir heute also trotzdem weiter den prächtigen Etosha erkunden. Und das hat sich auch gelohnt. Wir haben sie fast alle 😉 gesehen: Löwen, Gnus, Giraffen, Zebras, Antilopen, Elefanten und Elefantenbabys. 🙂 Hier mal ein schneller Schnappschuss der Dickhäuter.

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    An diesem Wasserloch standen wir über 2 Stunden und haben uns das Treiben und vorallem das Miteinander (und auch die Hackordnung) der vielen unterschiedlichen Tierarten ansehen können, während uns die Sonne mit knapp 40 Grad aufs Autodach bretzelte. Aussteigen ist ja auf Strafe und Parkrauswurf strengstens verboten. An dem einen Wasserloch hätte ich mir es allerdings soundso dreimal überlegt, einen Fuß aus dem Auto zu setzen – obwohl(!) es an der Stelle sogar erlaubt gewesen wäre. Ein Löwe lag dort satt im Schatten (seine „Gattin“ etwas entfernt im Hintergrund) und zwang alle Antilopen und Zebras, sich nur mit höchster Vorsicht und viel Respekt dem Wasser zu nähern. Mein erster Löwe in freier Wildbahn! 😎

    Morgen geht’s weiter mit der Safari. 🙂


    5 responses to “Nummer 4 lebt!”


    • Mutti

      Was soll man dazu noch sagen….! Doch ich freu mich, dass die gesichteten Tiere euch für die Autoschwierigkeiten entschädigt haben.


    • Ingo

      Voll was los am Wasserloch! ;D


    • wolf-gerhard kind

      Schönes Foto der beiden Elefanten. Ich habe mir vorgestern einen eindrucksvollen Film über das Leid der afrik. Elefanten durch die große Dürre angesehen. Die Tiere waren so geschwächt, dass sie sogar von einem Löwenrudel angegriffen wurden.

      Passt weiter auf Euch und auf Eure Autos auf!


    • Marco

      Die Dürre ist hier auch ein großes Thema – für Tier UND Mensch. Das Land ist von akuter Wasserknappheit bedroht, in allen Unterkünften wird man zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser aufgefordert. Umso mehr verwundert es, wenn man dann am dauerhaft gewässerten Golfplatz vorbeifährt oder die Rasensprinkler des Hotels quasi rund um die Uhr laufen.


    • Dörte

      Wow, super, da hätte ich es glaub auch 2 Stunden ausgehalten! Gute Reise weiterhin (ohne Autopannen! :-O)


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