• Can you see the lights?


    Nö, bisher sehen wir sie noch nicht. 😉 Aber das liegt mutmaßlich weniger an mangelnder Aktivität der schicken Aurora borealis – die soll nämlich momentan sogar sehr ausgeprägt sein, sondern an der zur Zeit geschlossenen Wolkendecke über Reykjavík und Umgebung. Anders gesagt: Nordlichter sind reichlich da, aber man sieht sie durch die Wolken leider nicht. Wobei wir uns aber einbilden, gestern Abend so etwas wie ein auffälliges Glühen am Horizont in Form einer seltsam hellen Wolke wahrgenommen zu haben. Wäre aber leider nicht wirklich fotogen oder anderweitig vorzeigbar gewesen. Allerdings war es laut Expertenmeinung ein klares Indiz für besagte Aktivität.

    Wie die meisten von Euch ja vielleicht wissen, haben wir uns für sozusagen lediglich ein verlängertes Wochenende zu den Nordlichtern Islands aufgemacht. Mir sind sie ja selbst auf dem längeren Trip in 2010 für satte 4 Wochen in ganz Island nicht ein einziges Mal vor die Linse gekommen (oder ich hab sie verpennt). Von daher wurde es mal Zeit, sie ganz gezielt und auch zu einer vermeintlich besseren Jahreszeit anzuvisieren.

    Seit gestern sind wir nun in RVK, aber das Wetter spielt noch nicht richtig mit. Allerdings ist das nicht so verwunderlich. Wäre auch fast schon seltsam gewesen, wenn der erste Schuss bereits gesessen hätte. Man muss sich halt ein paar Chancen einräumen, um Nordlichter zu sehen. Von daher verbringen wir den heutigen arg verregneten Tag im Café bei leckerem Heißgetränk. 🙂


    Der Touranbieter, bei dem wir „die Nordlichter gebucht“ haben 😉 , ist sehr flexibel. Klar, er kann bei dem unbeständigen Wetter und den nie hundertprozentigen Aussichten auf Aurora-Aktivität auch gar nicht anders, als seinen Kunden mehr als eine Teilnahme zuzusichern, falls man mal Tage wie heute erwischt. Und somit schieben wir unsere Tour etwas vor uns her und lassen uns alle Optionen offen. Für heute Abend wurde die Tour nämlich vor ein paar Stunden auch abgesagt. Aber wie gesagt: alles kein Grund, sich zu ärgern. Dieser Urlaub ist genau so angelegt, daß wir uns theoretisch jeden Tag bis Sonntagabend bereithalten. Mangels eigenem Auto ist unser Bewegungsradius eh begrenzt. Und auf die Art ist es ein herrlich bummeliges Wochenende ohne straffes Programm, trotz der Kürze des Aufenthalts. Wir können alles sehr entspannt angehen. 🙂

    Ansonsten ist es aber in jedem Fall sehr schön, wieder hier zu sein: der erste Blick auf die zerklüftete Mondlandschaft auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt, der Duft nach fauligen Eiern beim Aufdrehen der Dusche (heißes Wasser wird mit Geothermik erzeugt, und da ist halt Schwefel im Spiel), 0.3 Liter Bier für um die 10 Euro oder mehr… 😉 Nein, im Ernst – es ist nachwievor ein fazinierendes Land, das mit seinen Extremen, egal in welche Richtung, immer wieder beeindruckt. Ich werde nie müde werden, mich für dieses Land zu begeistern. Und dabei haben wir das Ziel unseres Kurzurlaubs dieses Mal noch gar nicht zu Gesicht bekommen. Aber die Vorfreude ist groß, das Naturschauspiel der Nordlichter endlich mit eigenen Augen erleben und auch im Bild festhalten zu können. Drückt uns die Daumen! Wir sind aber beide sehr zuversichtlich. 😎


    Petra und Marco


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