• Sunny Philly


    It’s always sunny in Philadelphia…. Behauptet zumindest der Titel einer gerade hier laufenden TV-Serie. Sagen wir so – als ich da war, gab’s jedenfalls Sonne satt. Und somit konnte ich mir einen ganzen Tag lang bei bestem Licht ’ne Menge Motive vor die Linse holen. Ich hatte also erheblich mehr Zeit als bei meiner Ankunft Anfang August (ist das wirklich schon mehr als einen ganzen Monat her?!).

    Dabei fällt mir ein: Einige von Euch haben es vielleicht schon bemerkt, aber die Bilder in meinem Blog sind schon lange nicht mehr „nur“ Schnappschüsse aus meiner kleinen Knippskiste. Die meisten Bilder sind bereits EOS-Aufnahmen, die ich in größerer Auflösung und in der üblichen Form auch schon auf meiner (Haupt-)Webseite www.boltz-online.com aufbereitet habe.

    Erster Objektivmagnet – das Big Friendship Gate als quasi Eingang zu Chinatown.

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    Der vorbildliche Tourist sieht sich natürlich das bekannteste Wahrzeichen Philadelphias an: die Liberty Bell. Streng bewacht von einem Ordnungshüter, damit auch niemand den berühmten Knacks in der Birne befummelt.

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    Jetzt ein echtes Original, und wie mir mehrfach versichert wurde, eins das originaler ist als das eigentliche Original 🙂 : Das Dokument der Unabhängigkeitserklärung, das am 8. Juli 1776 (!) erstmalig öffentlich verlesen wurde, ist um einige Wochen älter als das etwas schmuckere Zettelchen, das in den National Archives in Washington DC wie ein Staatsschatz bewacht wird.

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    Sehr witzig fand ich eine kleine Pinwand, die im Foyer des National Constitution Center aufgestellt war und auf der man auf kleinen Post-Its seine Kommentare abgeben konnte zu der Frage „Was würden Sie mit Freiheit anfangen?“. Nun trieft der Patriotismus an solchen Orten aus allen Ecken, und dementsprechend „vorbildlich“ waren auch die meisten Wortmeldungen. Gottseidank nahm nicht jeder Besucher die Frage so furchtbar ernst. Vorschläge wie „Make Jersey secede“ („Jersey abspalten“), „Blame Canada“ (erschließt sich nur Kennern der Serie South Park), „Eat a beaver“ („Einen Biber essen“ … oder so ähnlich 😉 ) oder „Abuse it, before I loose it“ („Sie mißbrauchen, bevor ich sie wieder verliere.“) sind angenehm auflockernde „Ideen“ an einem solchen Ort. 🙂

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    Gegen Abend hat dann leider auch Downtown Philly den oft üblichen Charme von amerikanischen Großstädten mit mutmaßlichen No-Go-Areas, viel Blaulicht und eifrigen Polizeibeamten, was aber nicht bedeutet, daß ich nicht trotzdem ’ne Menge ansprechender Großstadtimpressionen festhalten konnte: John F. Kennedy Boulevard von der Philadelphia City Hall aus gesehen.

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    Auch die folgenden Alt-Neu-Kontraste hab ich alle rund um die City Hall gefunden.

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    Als letztes Motiv aus der Innenstadt präsentiere ich die weltgrößte Wäscheklammer. 🙂

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    Um etwas Abstand von Buzzing Philly zu bekommen, hab ich mich auf dem Rückweg noch ins lauschige Camden nach New Jersey begeben – gleich auf der anderen Seite des Delaware River. Naja, war nicht wirklich der Rückweg. Lancaster liegt ja in der anderen Richtung. Aber für einen Blick auf Downtown Philly und die einstmals größte Brücke der Welt, die Benjamin Franklin Bridge, fahre ich auch nochmal komplett durch die ganze Stadt. Das wäre allerdings bei dem ohne Navi schwer durchschaubaren Highway-System von Philadelphia eh kaum zu vermeiden gewesen. Hier also der Blick, den die Studenten auf dem Campus in Camden auf ihre Nachbarn in Pennsylvania haben.

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    Sonne pur in Philly bedeutet allerdings nicht, daß man nicht spüren würde, daß es langsam Herbst wird. Nachts ist es schon mächtig kühl, was ich eigentlich ganz angenehm finde. Ein Blick auf die einsetzende Herbstlaubfärbung erhöht bei mir auch schon die Vorfreude auf die berühmten knallroten Blätter hier, die alles in ein mit Sicherheit noch viel fotogeneres Licht tauchen. Bilder werden folgen! 🙂


    3 responses to “Sunny Philly”


    • Michael H.

      Marco,

      diese Aufnahmen bei Nacht sind der Hammer! Du solltest Photographer in die Liste Deiner Fähigkeiten mit aufnehmen (aber vielleicht hast Du auch nur die richtige Kamera, Stativ und Objektiv??).

      Nein im Ernst, diese Bilder sind stimmungsvoll und lassen selbst eine Stadt wie Philly echt nett aussehen :-)) – ‚Streets of Philadelphia …‘


    • Ingo

      …und “Eat a beaver” kann man auch anders interpretieren… 😉


    • Marco

      … wohl wahr. 🙂 Aber der Groschen soll mal jedem Blog-Besucher selbst fallen. 😉


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