• March on … in Washington


    Faszinierend wie nah man der Macht hier ist. Man sitzt auf einer Parkbank in der Nähe des Washington Monument und auf einmal braust mit einem Höllenlärm eine schwarze Limousine mitsamt Entourage und Polizei-Eskorte an einem vorbei. Muß jemand wichtiges gewesen sein… und war’s mit Sicherheit auch. Nur – nach dem dritten Tross in der Masse und Lautstärke schaut man schon nicht mehr hin. 😉

    Genug der Vorrede. Ich hab mich einen ganzen Tag in Washington D.C. herumgetrieben. Auch wenn ich mein Auto unter der Adresse „Pennsylvania Avenue“ geparkt habe … aus eigenem Antrieb kommt man leider heutzutage nicht sehr nah an Obama & Co. heran. Das Weiße Haus ist seit 9/11 in großem Bogen von Panzersperren, Streifenwagen und berittener Polizei umgeben. Die Sicherheitsvorkehrungen unterbinden an der Stelle jegliche „Bürger-“ oder in dem Fall wohl eher „Touristennähe“. 🙂 Für eine Nachtaufnahme vom „White House Viewing Point“ (man fühlt sich wirklich ein bißchen wie am Grand Canyon) hat’s aber trotzdem gereicht.

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    Die National Mall sieht natürlich auch tagsüber recht beeindruckend aus. Der Ausblick auf den Reflecting Pool mit dem Washington Memorial und dem Capitol im Hintergrund ist von den Stufen des Lincoln Memorials schon eine Augenweide.

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    Natürlich gilt das bei Nacht umso mehr.

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    Was übrigens sehr weitläufig aussieht, ist es auch. Selbst der Touri-Guide stellt einen straffen Fußmarsch von etwa einer halben Stunde in Aussicht, um die komplette Länge vom alten Lincoln bis zum Capitol zu laufen. Und etwa genauso lang dauert das auch tatsächlich – zzgl. der Zeit, die man zum Fotografieren braucht. Daß man die „Zentren der Macht“ in fast allen Straßenzügen immer sehr explizit als Hintergrund-Deko sehen kann, ist natürlich kein Zufall des Stadt-Designs.

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    Leider wird man mit Fotostativ an allen abgrenzbaren Orten (der Flaggenkreis rund um’s Washington Monument, die Stufen des Capitols oder des Lincoln Memorials etc.) sofort dezent von der Polizei auf eine notwendige Lizenz angesprochen. Also heißt es entweder schnell sein, ein paar wichtige Bilder schießen und dann dumm tun. 🙂 Oder sich einen anderen Standort zum Fotografieren suchen. Für mich hat beides ganz gut funktioniert, um in der Mehrheit bei Nacht Aufnahmen von der National Mall zu machen, die dann nur umso fotogener aussieht. Wie zum Beispiel das World War II Memorial.

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    Auch an „Stars and Stripes“ herrscht nicht gerade ein Mangel. 🙂

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    Old Abe kann noch so von lärmenden Massen umgeben sein, er wirkt doch immer erhaben.

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    Auch wenn ich die Kamera mal nicht auf irgendwas richten konnte, war der Tag in D.C. sehr interessant. Leider habe ich indoors nur ein einziges der zahlreichen (und kostenlosen) Museen und Ausstellungen geschafft. Ich hab zwar nichts wirklich neues erfahren, aber trotzdem kann ich einen Besuch des National Holocaust Museum nur empfehlen: sehr umfangreich recherchiert, sehr gut und breit gefächert präsentiert, ohne auszuufern oder (emotional) überfrachtet zu wirken. Bei dem Ansatz, „die komplette Geschichte des Holocaust“ zu erzählen, empfinde ich das als bemerkenswerte Leistung. Wenn mehr Zeit gewesen wäre, hätte ich mir mit Sicherheit auch noch das International Spy Museum oder das Museum of Natural History angesehen. Leider schließen alle Ausstellungen zwischen 17 und 18 Uhr. Macht ja aber nichts. Hab ich gleich ein Ziel für den nächsten Trip nach D.C. 🙂


    3 responses to “March on … in Washington”


    • Ingo

      Sehr coole Fotos! 🙂 Wuerdest Du denn jetzt da wohnen wollen? Saludos aus La Paz!


    • Holger

      Hey Marco,

      die Pics sind echt astrein. Trotz (oder gerade) meines Wissens um Dein Können beim fotografieren, bin ich immer wieder überrascht, was für geile Fotos dabei rauskommen – Chapeau Herr Boltz !

      Halt Dich grade und viele Grüße aus der alten Heimat,

      Holgi


    • Heike

      Suuuuper schöne Fotos!

      Mehr Worte bedarf es hier gar nicht, die muß man einfach nur auf sich wirken lassen.

      Viele Grüße
      Heike


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