• Der Osten


    … ist m├Ąchtig weit und m├Ąchtig leer. ­čÖé Zumindest der in Island. Dachte ich noch, die Westfjords seien schon einmalig abgeschieden, so wurde ich hier an der Ostk├╝ste eines Besseren belehrt. Aber das macht diese Region auf keinen Fall weniger sch├Ân, im Gegenteil. Hohe Berge, schneebedeckte Gipfel, und manche Zufahrtstra├če zu DEM einen Dorf bei den Sieben Zwergen war zu fr├╝heren Zeiten so gef├Ąhrlich, da├č man besser ein paar Sto├čgebete losschickte, bevor man seinen Pferdekarren an den Steilklippen vorbeischleuste. Das Kreuz kurz vor der entscheidenden Kurve nach Bakkager├░i soll einen nochmal dran erinnern. Latein-Bewanderte k├Ânnen ja mal die ├ťbersetzung rausposaunen – so man es denn lesen kann. (Aufs Bild klicken hilft, die Schrift zu erkennen. Das Foto ist etwas gr├Â├čer als hier eingeh├Ąngt!)



    Im gleichen Dorf hat man auch Vorliebe f├╝r Haus-Haarwuchs. Das Ding ist sogar in diversen Reisef├╝hrern aufgef├╝hrt. Allerdings ist nicht mehr drin, als von drau├čen draufzugucken. Es ist ein Privathaus und wird auch als solches genutzt.



    Merkw├╝rdige Sachen wachsen in Island scheinbar auch immer mal am Stra├čenrand. Unter Abgasen und Bremsabrieb gedeiht es sich offenbar pr├Ąchtig. Denn diese Pilz-Dinger sind mir an ├Ąhnlicher Stelle schon mehr als einmal begegnet.
    Und wieder was zum Mitmachen: Wei├č einer, wie die Teile hei├čen? Ich n├Ąmlich nicht! Der Kommentar „Asphaltpilze“ kostet den jeweiligen Verfasser einen Sechser Bier…! ­čśë



    So, und jetzt erneut was aus der Kategorie „Tunnel, durch die ich schon immer mal fahren wollte“. ­čśë Einspurig, mit einem Ampelsystem, das eigentlich nur permanent blinkend darauf hinweist, das einem auf dem folgenden knappen Kilometer (inkl. nicht einsehbarem Tunnel-Ende) m├Âglicherweise Gegenverkehr begegnen kann … oder auch nicht. Und es kam, wie es kommen mu├čte (so „weit und leer“ ist’s dann halt doch nicht). Da meine Richtung in der Spur keinen Vorrang hatte, mu├čte der Boltzi mitten im Tunnel den R├╝ckw├Ąrtsgang einlegen. ­čÖé Beim zweiten Anlauf hat’s dann aber geklappt.



    Aus den angek├╝ndigten, ausschweifenden Wanderungen ├╝ber die Lavafelder und rund um die Vulkankrater am Lake M├Żvatn ist leider nicht sooo viel geworden. An dem Abend, an dem ich den vorherigen Blog-Eintrag getippt hatte, wurde f├╝r den gesamten Osten und Nordosten Islands eine Sturmwarnung rausgegeben. Das hie├č dann f├╝r zwei Tage waagerechter Regen und ein Wind, bei dem ich kaum das Auto auf der Stra├če halten konnte. Da hab ich einen Tag ’nen Faulen gemacht, um dem Wetter etwas Zeit zu lassen. Ich bin dann am n├Ąchsten Morgen doch weitergerollt und hab nur ein paar kurze Blicke in diverse Schlamm-Blubber-L├Âcher und einen ehemaligen Explosionskrater geworfen. Das ist jetzt aber nicht so zwingend in Bildform vorzeigew├╝rdig – zumindest nicht aus der Knippse.
    Aber mittlerweile ist das Wetter seit einigen Tagen wieder super, und ich hab pr├Ąchtiges Fotolicht, wie man den Bildern ja teilweise ansieht.

    Bei der Gelegenheit soll ich auch noch „Gr├╝├če an die Heimat“ ausrichten… Die Besitzer des Restaurants Margret (eine Nienburgerin und ein Gifhorner) gr├╝├čen „ihr Niedersachsen“ (man beachte die zweite Flagge rechts im Hintergrund!).



    Ok … „Versprechen“ eingel├Âst. Daf├╝r bekam ich dann aber auch endlich mein leckeres Wurschtbrot! ­čśë

    Skurriles konnte ich akustisch(!) auch bei einer meiner letzten ├ťbernachtungen erleben. In einem Ho(s)tel ganz oben im Nordosten war zu sp├Ąter Stunde leider nicht zu ├╝berh├Âren, wie der etwas kaputt aussehende Australier (ich war ihm vorher noch auf dem Gang begegnet) im Nebenzimmer in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden mit schrillster Stimme „Hit me, you fuck!“ und andere Stilbl├╝ten quiekte. ­čśÇ Ich dachte echt, ich w├Ąre im falschen Film. „Un“gl├╝cklicherweise hab ich von den genaueren Umst├Ąnden keinen Fotobeleg. Aber man kann sich ja (ganz nach eigener Phantasie) sehr bildhaft ausmalen, welche Nummer da wohl abgelaufen sein d├╝rfte. Oh Gott! Must erase memory banks… ­čśë

    Zum ersten Mal sind die Ausl├Ąufer des Vatnaj├Âkull(-Gletschers) am Horizont aufgetaucht. Damit bin ich an der S├╝dk├╝ste angekommen. Was ich mit und auf dem ewigen Eis so anstelle bzw. angestellt habe, dazu gibt’s sp├Ąter vielleicht mehr.


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