• Cruising Lancaster


    Willkommen in meinem Lancaster-Blog. Mal sehen, wie fleißig ich hier so bin.

    Erstes nennenswertes Ereignis war – so profan es klingen mag – die Entgegennahme meines Mietwagens. Da der natĂŒrlich von der Firma gestellt wird, nenne ich ihn meinen „Dienstwagen“. 🙂 Und es ist *tammtaratamm* ein Ford Mustang, was aber ausschließlich daran liegt, daß sonst nichts mehr verfĂŒgbar war. Tja, bevor ich mich schlagen lassen. Ist ja auch eine hammerharte Kiste!! Ich gebe zu, etwas beunruhigt mich noch der Spritverbrauch. Nach meinen ersten Berechnungen dĂŒrfte der bei ca. 10 – 15 Litern pro 100 km liegen. Happig!


    Hier aber erstmal ein Bild des guten StĂŒcks…


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    Ansonsten ist Pennsylvania hier in dieser Gegend (und speziell Lancaster) schon recht lĂ€ndlich. Rund um mein Appartmentviertel sind eine Menge Farmen und Ackerland. FĂŒr Tierfans gibt’s also auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit viel zu sehen. Dabei oute ich mich ĂŒbrigens schon als (europĂ€ischer) Exot … und laufe. Es sind ja auch nur 10 Minuten zu Fuß. Ich warte noch auf den Tag, an dem ein Autofahrer anhĂ€lt und fragt, ob ich Hilfe brĂ€uchte.


    Jedenfalls sieht es in meiner Nachbarschaft folgendermaßen aus:


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    Mein bescheidenes Appartment.


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    Und den Blick auf das FirmengebĂ€ude will ich natĂŒrlich auch niemandem vorenthalten.


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    Was mir jetzt noch zum „Komplettsein“ fehlt, ist meine weiterhin ausstehende Luftfracht, die leider noch beim Zoll hĂ€ngt. Angeblich soll es wohl aber keine Probleme geben. Das ist einfach die ĂŒbliche Bearbeitungszeit. Naja…

    Ansonsten alles gut. Ich „genieße“ es, theoretisch die Möglichkeit zu haben, den ganzen Tag futtern zu können, ohne auch nur einmal das Auto zu verlassen. 😉 Keine Angst, mach ich natĂŒrlich nicht. Und spĂ€testens, wenn meine Laufklamotten mit der Luftfracht angekommen sind, geht’s hier wieder joggend in die Spur!

    Bis spÀter.


  • 6 Comments - Latest By:
    • Bernhard
      Hi Marco, schön das es dir so gut gefĂ€llt. Es scheint dir dort zu schmecken. Pass bloß auf, das…
    • Tobias HĂŒbner
      Hallo Marco! Klasse Blog, uuuund natĂŒrlich ober geiler Wagen! mensch das ist mein Traumwagen, den du da fĂ€hrst!! ...jaul...

  • Downtown L … n‘ stuff


    Bevor ich, wie der Titel verspricht, ein paar EindrĂŒcke von Downtown Lancaster prĂ€sentiere, muß ich noch drei Bilder aus der NĂ€he meines Viertels, Greenfield Estates, loswerden.

    Hier ein Blick auf eine der Zufahrten zu meiner HĂ€userzeile, den Garden Apartments.

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    Gleich dahinter scheint auf den ersten Blick die Welt zu Ende zu sein. Das Stopschild könnte ja auch bedeuten: Bloß nicht weitergehen, du fĂ€llst sonst vom Rand! 😉

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    Aber tatsĂ€chlich geht’s dahinter weiter. Man kommt in ausschweifende FarmlĂ€ndereien, die meistens (ursprĂŒnglich deutsch-stĂ€mmigen) Amish People gehören. Diese sind trotz ihrer ZurĂŒckgezogenheit durchaus Teil der Community und bieten ihre Produkte zum Verkauf an. Und wer mit der englischen bzw. in dem speziellen Fall amerikanischen Aussprache vertraut ist, versteht auch ganz fix, wie die Jungs auf die merkwĂŒrdige Schreibweise des wohl „deutschesten“ GemĂŒse kommen. 🙂

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    So, und da der Titel meines Beitrags ja eigentlich auf eine ganz andere Ecke von Lancaster hindeutet, kommen jetzt noch die angekĂŒndigten Bilder aus der Innenstadt.

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    Noch eine Gegend, wo Downtown in die Ă€ußeren Wohnviertel ĂŒbergeht.

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    Und weiter draußen werden die Patios wieder etwas grĂ¶ĂŸer…

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    WettermĂ€ĂŸig hat heute das typische Pennsylvania-Sommerklima zugeschlagen. Den ganzen Vormittag hat’s noch geregnet. Diese Feuchtigkeit hat sich am Nachmittag mit den hier zur Zeit ĂŒblichen 35 Grad C zu einer richtig dunstigen SchwĂŒle verbunden. Puhh, ganz schön drĂŒckend. Man kann sich gar nicht vorstellen, daß es in spĂ€testens 6 Wochen schlagartig sibirisch kalt werden soll…
    Und jetzt zur Sekunde sieht’s draußen gerade so aus, als wĂŒrde die Welt untergehen. Dicke Wolken und ein mĂ€chtiger Sturm sind aufgezogen.

    Was noch? Achja, ich hab gestern eins der hiesigen Kinos heimgesucht. Toll, wenn alle Filme „in Originalsprache“ laufen… 😉 Da hab ich in Hildesheim und Hannover ja manchmal wenig Auswahl.

    Als neue LieblingsplĂ€tzchen fĂŒr die lazy weekends hab ich auch bereits einige Orte ausgemacht und fest in die Navi eingespeichert: Chestnut Hill Cafe sowie Prince Street Cafe sollten mir an solchen Tagen alles bieten, was lebensnotwendig ist: leckere Lattes, Muffins und kostenlosen WiFi-Zugang. 🙂

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    Morgen geht’s wieder an den Schreibtisch. Bis Dienstag dauert’s wohl noch mindestens, bis meine Luftfracht zugestellt wird. Aber dann kann ich mit Arbeiten richtig durchstarten – jawoll. 🙂


  • 2 Comments - Latest By:
    • Stefan W.
      Hi Marco, schön zu hören, daß Du gut angekommen bist und Dir Deine neue "Lebensabschnittsheimat" gefĂ€llt! Das Auto ist…
    • Michael H.
      Hallo Marco, schön von Dir und Deinen EindrĂŒcken zu lesen. Mir selbst kommt diese Zeit auch immer noch so vertraut…

  • German Autobahn


    Es ist in den letzten zwei Wochen nichts so wahnsinnig aufregendes passiert, was man zwingend mitteilen mĂŒĂŸte. Aber ich melde mich trotzdem wiedermal.

    Ich habe bereits vor einigen Tagen meine Luftfracht bekommen und konnte damit gleich am Abend endlich auch wieder joggend in die Spur gehen. Hat mir schon irgendwie ein bißchen gefehlt. Und so sah meine erste Laufstrecke von oben aus.

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    Da ich damit jetzt meine komplette Hardware habe, konnte ich auch auf Arbeit voll in das Projekt einsteigen. Es ist also sowas wie Alltag eingezogen.


    Hier der Beweis, daß ich wirklich angekommen bin. Endlich habe ich … *trommelwirbel* … ein Namensschild an meinem Cubicle. Hach, schön!! 🙂


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    Letztes Wochenende bin ich bei meinem ersten Social Event im nahegelegenen Entertainment Park, sozusagen, in die Firma integriert worden. Da konnte ich meinem indischen Kollegen Ajit „erlĂ€utern“, was die meisten hier nur aus den „Myths about Germany“ kennen: wie fĂŒhlt sich Geschwindigkeit auf der German Autobahn an. Aussehen kann das dann so hier. Das war aber auch ’ne irre Beschleunigung:

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    Allgemein wurde der Schnappschuß von den anderen Kollegen als „pure gold“ bewertet. Zu Recht! 🙂


    Seit heute kenne ich auch den Pool hier in den Greenfield Estates. Ist sehr angenehm, sich nach der Arbeit etwas abkĂŒhlen zu können. Hier vergeht nachwievor kaum ein Tag ohne Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad Celcius. Das macht das Joggen ĂŒbrigens zu einer echten Herausforderung.

    Die fĂŒr MitteleuropĂ€er ungewohnte Hitze sorgt auch noch fĂŒr andere Extreme. Ein Gewitter an einem heißen Tag ist zwar auch in Deutschland nichts besonderes. Aber in der Gegend hier sollte man Wetterkapriolen ernst nehmen. Wenn’s hier anfĂ€ngt, dunkel zu werden am Himmel, sind „Auto-schubsende“ Tornados und BlitzeinschlĂ€ge keine Seltenheit. Ich hab mich vor einigen Tagen vor so ’nem Weltuntergang in den lokalen Wal-Mart gerettet. Keine 5 Minuten spĂ€ter fiel aufgrund des Gewitters der Strom aus. Auch sehr nett: so mit ein paar hundert Menschen im stockdunklen Supermarkt. 🙂 Meinen Mustang hab ich nach dem Sturm dann trotzdem in der gleichen ParklĂŒcke wiedergefunden.


    So, mehr gibt’s erstmal nicht zu erzĂ€hlen. Ich hoffe, Ihr habt die Aufregung meiner letzten Erlebnisse ausgehalten. Aber sonst beschwert sich noch einer, ich wĂŒrde ja „schon gar nichts mehr bloggen“… 😉


  • 4 Comments - Latest By:
    • Marco
      Hah, nicht erst seit Lancaster. :) Dilbert ist sozusagen die Bosch-Bibel schlechthin. Hildesheim hat auch Cubicles, ist Lancaster also nicht…
    • Ingo
      Ahhh Cublicle! Liest Du jetzt intensiver Dilbert?? :-)

  • From Gettysburg to Baltimore


    Endlich hab ich Zeit gefunden, um mal ein ganzes Wochenende lang auch weiter entfernte Orte zu erkunden. Zwischen den ganzen Einladungen zu Welcome Dinners und Barbecues der lieben Kollegen war das gar nicht so einfach.

    Zuerst war eine Portion Geschichtstourismus angesagt. Was die amerikanische Historie angeht, ist die Gegend von Pennsylvania ja nicht ganz unbedeutend. Philadelphia als die frĂŒhe Hauptstadt und Ort der VerkĂŒndung der UnabhĂ€ngigkeit ist da nur einer von vielen bedeutenden SchauplĂ€tzen. Keine Autostunde von Lancaster entfernt liegt aber auch das unscheinbare StĂ€dtchen Gettysburg. Hier fand im Juli 1863 eine der entscheidenden Schlachten des Amerikanischen BĂŒrgerkriegs statt, aus dem bekanntlich die Nordstaaten der Union siegreich hervorgingen, womit u.a. auch gleichzeitig die bis dahin noch in vielen Landesteilen legale Sklaverei komplett verboten wurde.

    Das ganze ist als „Battlefield Gettysburg“ grĂ¶ĂŸtenteils fĂŒr Touris aufbereitet. Und so kann man da einige Vertreter der alljĂ€hrlich aufmarschierenden KostĂŒmtrĂ€ger bewundern, die (Vorsicht: absolut subjektiv 😉 ) das blutigste Gemetzel dieses berĂŒhmten, aber nicht gerade besonnen und diplomatisch gefĂŒhrten Konflikts regelmĂ€ĂŸig nachspielen.

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    NatĂŒrlich darf auch eine prachtvolle Ansammlung historischen KriegsgerĂ€ts nicht fehlen.

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    Bemerkenswert fand ich an diesem Ort, daß selbst die besiegten SĂŒdstaatler, deren moralische Verfehlung zumindest durch ihre angestrebte FortfĂŒhrung der Sklaverei und die UnabhĂ€ngigkeit von der heute so gehuldigten Einheit der Nation nicht nur aus amerikanischer Sicht eindeutig feststehen mĂŒĂŸte – daß also selbst die damaligen Rebellen bei nicht gerade pathosfreien Ehrerweisungen in Form von dutzenden DenkmĂ€lern und Statuen nicht ausgespart bleiben. So kriegt jeder Bundesstaat seine eigene WohlfĂŒhlecke irgendwo auf diesem riesigen Acker. 🙂

    Wer sich ĂŒbrigens fĂŒr weitere Details zum Verlauf dieser Schlacht interessiert, kann sich nach meiner RĂŒckkehr nach Hildesheim vertrauensvoll an mich wenden. In meiner DVD-Sammlung befindet sich auch der 4-Stunden-Sitzfleisch-Klassiker mit dem gleichlautenden Namen „Gettysburg“ – gedreht am Originalschauplatz und inkl. der namentlichen ErwĂ€hnung jedes einzelnen Grashalms.

    A propos WohlfĂŒhlecke: Auf dem Nachhauseweg sah’s trotz der abweichenden Geografie und Schreibweise sowie der politisch völlig inkorrekten Stadtteilhervorhebung fast wie zuhause aus… 😉

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    Ok, Baltimore. Tja, nettes StĂ€dtchen mit einem sehr schönen Inneren Hafen, wo man – trotz der angeblich höchsten KriminalitĂ€tsrate des gesamten Landes – stundenlang herumschlendern kann. Ein schickes Original-U-Boot (die USS Torsk) war da schonmal willkommenes Fotomaterial.

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    Die dicke Hard-Rock-Cafe-Gitarre auf dem sogenannten Power Plant hatte es mir aber etwas mehr angetan. Hier aber trotzdem nur eines der vielen Bilder.

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    Vom Observation Deck des Baltimore World Trade Center sah diese Ecke des Hafens dann so aus.

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    Der Glasklotz sowie die dahinter liegende Pyramide im rechten Teil des Bildes gehören zum National Aquarium. Dessen Delphinshow war echt knuddelig. Und man hatte wirklich das GefĂŒhl, die akrobatischen Flippers hatten selbst ihren Spaß dabei. Ob das dann wirklich so ist – hmm, wer weiß…

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    Der „stechende Blick“ eines Blubberblasen-Erzeugers und Kinder-Hypnotiseurs… 😉

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    Man fĂŒhlt sich zumindest direkt angesprochen.

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    Was man auf dem Bild vielleicht nicht so sieht – die SĂ€ugetierchen haben richtig Rhythmus… zumindest den, den die gut gelaunte Blondine vorgab. 🙂

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    Hat auf jeden Fall Spaß gemacht (ich glaube das war sogar meine erste Delphinshow). Und deshalb gibt’s jetzt nochmal ein Bild von allen und mit Beifall fĂŒr alle vier Ballerinas.

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    Bis zum nÀchsten Blog-Eintrag!


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    • Wolf
      Hallo Marco, die Delfine sind kluge Tiere. Traurig nur: Sie leben nicht sehr lange in den Becken. Sie benötigen das…

  • Greenfield Sunset


    Hier ein eher kurzer Eintrag. Aber ich wollte gern mit Euch meinen heutigen Sonnenuntergang „teilen“, direkt hinter meinem Appartmentviertel „Greenfield Estates“.

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    WĂŒnsche Euch ’ne gute Woche!


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    • Ingo
      Uff!

  • Sunny Philly


    It’s always sunny in Philadelphia…. Behauptet zumindest der Titel einer gerade hier laufenden TV-Serie. Sagen wir so – als ich da war, gab’s jedenfalls Sonne satt. Und somit konnte ich mir einen ganzen Tag lang bei bestem Licht ’ne Menge Motive vor die Linse holen. Ich hatte also erheblich mehr Zeit als bei meiner Ankunft Anfang August (ist das wirklich schon mehr als einen ganzen Monat her?!).

    Dabei fĂ€llt mir ein: Einige von Euch haben es vielleicht schon bemerkt, aber die Bilder in meinem Blog sind schon lange nicht mehr „nur“ SchnappschĂŒsse aus meiner kleinen Knippskiste. Die meisten Bilder sind bereits EOS-Aufnahmen, die ich in grĂ¶ĂŸerer Auflösung und in der ĂŒblichen Form auch schon auf meiner (Haupt-)Webseite www.boltz-online.com aufbereitet habe.

    Erster Objektivmagnet – das Big Friendship Gate als quasi Eingang zu Chinatown.

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    Der vorbildliche Tourist sieht sich natĂŒrlich das bekannteste Wahrzeichen Philadelphias an: die Liberty Bell. Streng bewacht von einem OrdnungshĂŒter, damit auch niemand den berĂŒhmten Knacks in der Birne befummelt.

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    Jetzt ein echtes Original, und wie mir mehrfach versichert wurde, eins das originaler ist als das eigentliche Original 🙂 : Das Dokument der UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung, das am 8. Juli 1776 (!) erstmalig öffentlich verlesen wurde, ist um einige Wochen Ă€lter als das etwas schmuckere Zettelchen, das in den National Archives in Washington DC wie ein Staatsschatz bewacht wird.

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    Sehr witzig fand ich eine kleine Pinwand, die im Foyer des National Constitution Center aufgestellt war und auf der man auf kleinen Post-Its seine Kommentare abgeben konnte zu der Frage „Was wĂŒrden Sie mit Freiheit anfangen?“. Nun trieft der Patriotismus an solchen Orten aus allen Ecken, und dementsprechend „vorbildlich“ waren auch die meisten Wortmeldungen. Gottseidank nahm nicht jeder Besucher die Frage so furchtbar ernst. VorschlĂ€ge wie „Make Jersey secede“ („Jersey abspalten“), „Blame Canada“ (erschließt sich nur Kennern der Serie South Park), „Eat a beaver“ („Einen Biber essen“ … oder so Ă€hnlich 😉 ) oder „Abuse it, before I loose it“ („Sie mißbrauchen, bevor ich sie wieder verliere.“) sind angenehm auflockernde „Ideen“ an einem solchen Ort. 🙂

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    Gegen Abend hat dann leider auch Downtown Philly den oft ĂŒblichen Charme von amerikanischen GroßstĂ€dten mit mutmaßlichen No-Go-Areas, viel Blaulicht und eifrigen Polizeibeamten, was aber nicht bedeutet, daß ich nicht trotzdem ’ne Menge ansprechender Großstadtimpressionen festhalten konnte: John F. Kennedy Boulevard von der Philadelphia City Hall aus gesehen.

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    Auch die folgenden Alt-Neu-Kontraste hab ich alle rund um die City Hall gefunden.

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    Als letztes Motiv aus der Innenstadt prĂ€sentiere ich die weltgrĂ¶ĂŸte WĂ€scheklammer. 🙂

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    Um etwas Abstand von Buzzing Philly zu bekommen, hab ich mich auf dem RĂŒckweg noch ins lauschige Camden nach New Jersey begeben – gleich auf der anderen Seite des Delaware River. Naja, war nicht wirklich der RĂŒckweg. Lancaster liegt ja in der anderen Richtung. Aber fĂŒr einen Blick auf Downtown Philly und die einstmals grĂ¶ĂŸte BrĂŒcke der Welt, die Benjamin Franklin Bridge, fahre ich auch nochmal komplett durch die ganze Stadt. Das wĂ€re allerdings bei dem ohne Navi schwer durchschaubaren Highway-System von Philadelphia eh kaum zu vermeiden gewesen. Hier also der Blick, den die Studenten auf dem Campus in Camden auf ihre Nachbarn in Pennsylvania haben.

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    Sonne pur in Philly bedeutet allerdings nicht, daß man nicht spĂŒren wĂŒrde, daß es langsam Herbst wird. Nachts ist es schon mĂ€chtig kĂŒhl, was ich eigentlich ganz angenehm finde. Ein Blick auf die einsetzende HerbstlaubfĂ€rbung erhöht bei mir auch schon die Vorfreude auf die berĂŒhmten knallroten BlĂ€tter hier, die alles in ein mit Sicherheit noch viel fotogeneres Licht tauchen. Bilder werden folgen! 🙂


  • 3 Comments - Latest By:
    • Marco
      ... wohl wahr. :) Aber der Groschen soll mal jedem Blog-Besucher selbst fallen. ;)
    • Ingo
      ...und “Eat a beaver” kann man auch anders interpretieren... ;-)

  • March on … in Washington


    Faszinierend wie nah man der Macht hier ist. Man sitzt auf einer Parkbank in der NĂ€he des Washington Monument und auf einmal braust mit einem HöllenlĂ€rm eine schwarze Limousine mitsamt Entourage und Polizei-Eskorte an einem vorbei. Muß jemand wichtiges gewesen sein… und war’s mit Sicherheit auch. Nur – nach dem dritten Tross in der Masse und LautstĂ€rke schaut man schon nicht mehr hin. 😉

    Genug der Vorrede. Ich hab mich einen ganzen Tag in Washington D.C. herumgetrieben. Auch wenn ich mein Auto unter der Adresse „Pennsylvania Avenue“ geparkt habe … aus eigenem Antrieb kommt man leider heutzutage nicht sehr nah an Obama & Co. heran. Das Weiße Haus ist seit 9/11 in großem Bogen von Panzersperren, Streifenwagen und berittener Polizei umgeben. Die Sicherheitsvorkehrungen unterbinden an der Stelle jegliche „BĂŒrger-“ oder in dem Fall wohl eher „TouristennĂ€he“. 🙂 FĂŒr eine Nachtaufnahme vom „White House Viewing Point“ (man fĂŒhlt sich wirklich ein bißchen wie am Grand Canyon) hat’s aber trotzdem gereicht.

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    Die National Mall sieht natĂŒrlich auch tagsĂŒber recht beeindruckend aus. Der Ausblick auf den Reflecting Pool mit dem Washington Memorial und dem Capitol im Hintergrund ist von den Stufen des Lincoln Memorials schon eine Augenweide.

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    NatĂŒrlich gilt das bei Nacht umso mehr.

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    Was ĂŒbrigens sehr weitlĂ€ufig aussieht, ist es auch. Selbst der Touri-Guide stellt einen straffen Fußmarsch von etwa einer halben Stunde in Aussicht, um die komplette LĂ€nge vom alten Lincoln bis zum Capitol zu laufen. Und etwa genauso lang dauert das auch tatsĂ€chlich – zzgl. der Zeit, die man zum Fotografieren braucht. Daß man die „Zentren der Macht“ in fast allen StraßenzĂŒgen immer sehr explizit als Hintergrund-Deko sehen kann, ist natĂŒrlich kein Zufall des Stadt-Designs.

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    Leider wird man mit Fotostativ an allen abgrenzbaren Orten (der Flaggenkreis rund um’s Washington Monument, die Stufen des Capitols oder des Lincoln Memorials etc.) sofort dezent von der Polizei auf eine notwendige Lizenz angesprochen. Also heißt es entweder schnell sein, ein paar wichtige Bilder schießen und dann dumm tun. 🙂 Oder sich einen anderen Standort zum Fotografieren suchen. FĂŒr mich hat beides ganz gut funktioniert, um in der Mehrheit bei Nacht Aufnahmen von der National Mall zu machen, die dann nur umso fotogener aussieht. Wie zum Beispiel das World War II Memorial.

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    Auch an „Stars and Stripes“ herrscht nicht gerade ein Mangel. 🙂

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    Old Abe kann noch so von lÀrmenden Massen umgeben sein, er wirkt doch immer erhaben.

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    Auch wenn ich die Kamera mal nicht auf irgendwas richten konnte, war der Tag in D.C. sehr interessant. Leider habe ich indoors nur ein einziges der zahlreichen (und kostenlosen) Museen und Ausstellungen geschafft. Ich hab zwar nichts wirklich neues erfahren, aber trotzdem kann ich einen Besuch des National Holocaust Museum nur empfehlen: sehr umfangreich recherchiert, sehr gut und breit gefĂ€chert prĂ€sentiert, ohne auszuufern oder (emotional) ĂŒberfrachtet zu wirken. Bei dem Ansatz, „die komplette Geschichte des Holocaust“ zu erzĂ€hlen, empfinde ich das als bemerkenswerte Leistung. Wenn mehr Zeit gewesen wĂ€re, hĂ€tte ich mir mit Sicherheit auch noch das International Spy Museum oder das Museum of Natural History angesehen. Leider schließen alle Ausstellungen zwischen 17 und 18 Uhr. Macht ja aber nichts. Hab ich gleich ein Ziel fĂŒr den nĂ€chsten Trip nach D.C. 🙂


  • 3 Comments - Latest By:
    • Heike
      Suuuuper schöne Fotos! Mehr Worte bedarf es hier gar nicht, die muß man einfach nur auf…
    • Holger
      Hey Marco, die Pics sind echt astrein. Trotz (oder gerade) meines Wissens um Dein Können beim fotografieren,…

  • Let’s go, Phillies!


    Alle die an dieser Stelle die ersten Herbstfarben der Neuengland-Staaten erwartet haben, muß ich noch etwas vertrösten. Leider ist das fĂŒr diese Gegend typische Rot der BlĂ€tter noch nicht so weit. Deshalb habe ich den Beginn meines ein- bis zweiwöchigen Trips um ein paar Tage verschoben.
    DafĂŒr gibt’s aber ein anderes Highlight zu sehen. Ich hab es endlich in Angriff nehmen können, mir ein Spiel der Major League Baseball anzuschauen. Philadelphia Phillies (immerhin die Gewinner der World Series 2008) gegen die Florida Marlins. Auch wenn die Phillies die Partie leider verloren – glaube ich 😉 – war’s ’ne tolle Stimmung und ein guter Ersatz fĂŒr den eigentlich geplanten Urlaubsstart (der ja eh noch kommt).

    Der Citizens Bank Park ist das Home Field der Phillies und war natĂŒrlich wie immer rappelvoll.

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    Daß ich dadurch nur einen Stehplatz ergattern konnte, war aber gar nicht so schlimm. Auf die Art konnte ich mich völlig frei bewegen und das Spektakel von allen Seiten anschauen.

    Cole Hamels am Werk.

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    Pedro Feliz

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    So ein bißchen pummelig sehen einige der Spieler ja schon aus (etwa im Vergleich zum Football). Macht ja aber nichts. Denn wie es mal jemand formulierte – Hey man, it’s a thinking game! (Ist ja auch ein Denksport!) 🙂 -, hĂ€ngt ein Sieg nicht unerheblich mehr von der besseren Spieltaktik ab. Ab und zu muß dann aber trotzdem mal einer loswetzen.

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    Ein Besuch bei einem Baseballspiel ist ja durchaus was fĂŒr die ganze Familie. Daher waren natĂŒrlich auch jede Menge Kinder unter den Fans. Autogramme von den Helden gab es dann aber trotzdem erst zum Schluß.

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    An dem Spieltag wurde auch krĂ€ftig die deutsche Herkunft der meisten Menschen in der Gegend von Pennsylvania gefeiert. Dies bedeutete, daß am German Heritage Day…

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    … leider auch die in diesem Zusammenhang und fĂŒr US-amerikanische VerhĂ€ltnisse unvermeidliche bayrische Folkloregruppe nicht fehlen durfte.

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    Da ließ ich mir als gelegentliche Pausenmusik „Oh, wie ist das schön…“ schon eher gefallen. Allerdings gibt der obligatorische, lustige Typ in Lederhosen Einblicke in das hiesige VerstĂ€ndnis von deutscher Kultur. *heul* 😉

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    War trotzdem witzig, und als sich das Stadion leerte, hatte ich noch die Gelegenheit fĂŒr ein paar mehr Aufnahmen.

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    Am Ende war ich dann noch um zwei coole Phillies-Shirts reicher … und unverschĂ€mt viel Geld dafĂŒr Ă€rmer. 😉 Naja, gehört dazu. Die Jungs wollen ja von was leben.

    Allzu lang werde ich mich nicht mehr in den Staaten aufhalten. Ein paar EindrĂŒcke von meinem Urlaub irgendwann ab nĂ€chste Woche werden sich aber bestimmt hier noch wiederfinden.

    PS: Passt zwar nicht wirklich zum Thema dieses Artikels. Aber irgendwer von Euch wollte wissen, wie denn die Amish People eigentlich aussehen und wo man ihnen im normalen Leben begegnen kann. Nun, da ich die Leute nur ungern wie Touristenattraktionen fotografieren möchte, warte ich mal lieber auf eine eher unauffĂ€llige Gelegenheit. Aber folgende Szene (gerade heute vor ein paar Stunden aus dem Auto aufgenommen) ist im hiesigen Straßenverkehr keine Seltenheit.

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  • Hunt for Red October


    On the road again. 🙂 Endlich Urlaub!

    Bis Ende nĂ€chster Woche werde ich die Herbstfarben der Neuengland-Staaten bestaunen. Je nachdem wie weit ich in dieser Zeit komme, wird mich der Trip bis in den nordöstlichsten Bundesstaat – bis nach Maine fĂŒhren.

    Heute habe ich die ersten Kilometer zurĂŒckgelegt und bin mittlerweile im nordwestlichen Connecticut angekommen. Von hier in Salisbury geht’s morgen weiter nach Norden in Richtung der Berkshires in Massachusetts. Die Farben der BlĂ€tter sind schon sehr schön und animieren mich, alle paar Kilometer anzuhalten und die Kamera zu zĂŒcken. Von daher gibt’s hier schonmal einige EindrĂŒcke vom Weg nach und von der Gegend rund um Cornwall Bridge, Connecticut.

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    Na dann, wĂŒnscht mir mal Happy Hunting! 🙂



  • Extension Time


    Erfreuliches gibt es zu berichten. 🙂

    Zuerst einmal werde ich nicht wie ursprĂŒnglich geplant schon nĂ€chstes Wochenende im Flieger zurĂŒck nach Deutschland sitzen. Was ich nicht mehr fĂŒr möglich gehalten habe, ist doch noch eingetreten. Mein Auslandsvertrag wurde in quasi letzter Sekunde verlĂ€ngert. 🙂 Bis mindestens Anfang Dezember werkle ich also weiterhin fĂŒr und mit den Kollegen in Lancaster. Nicht daß ich mich jetzt so davor gruseln wĂŒrde, in die Heimat zurĂŒckzukehren. Aber so unmittelbar nach meinem kleinen Urlaub vorletzte Woche hĂ€tte ich die kurz bevorstehende Abreise eher als Flucht empfunden.

    Die zweite Sache, von der ich mit ebenso viel Freude berichten kann, ist die sehr schöne Bereicherung meiner Bilder-Galerien um die Aufnahmen von ebenjenem hĂ€ufig erwĂ€hnten Kurztrip in die Neuengland-Staaten. Auch wenn mir das Wetter nicht jeden Tag gnĂ€dig gestimmt war (und das gehört im Herbst auch dazu), kann ich sagen, daß mir sehr viele prĂ€chtige Bilder gelungen sind, in denen ich diese phantastische FĂ€rbung der BlĂ€tter festhalten konnte. Jetzt gibt’s erstmal zusĂ€tzlich zu den bereits gezeigten ersten paar Fotos des letzten Eintrags eine Kostprobe aus dem White Mountain National Forest in New Hampshire, der an diesem Tag durchaus seinem Namen alle Ehre machte. Es war nĂ€mlich der erste Tag mit Schnee, auch wenn zu dem Zeitpunkt an der Flume Gorge nur noch ein paar Reste davon ĂŒbrig waren.

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    In den etwa 10 Tagen hab ich es bis fast in die nordöstlichste Spitze der Vereinigten Staaten geschafft. Auf Cadillac Mountain im Acadia National Park in Maine stand ich an der Stelle, wo man theoretisch der Erste sein kann, der auf US-amerikanischem Boden den Sonnenaufgang sieht. Aber auch im Tal darunter gab es jede Menge Futter fĂŒr meine Linse. Hier z.B. der Jordan Pond Shore Trail.

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    Das soll’s an Kostproben aber auch erstmal gewesen sein. Aufmerksame Besucher der Bildergalerien auf meiner Hauptwebseite www.boltz-online.com werden es vielleicht schon bemerkt haben. Dort findet man bereits in der OstkĂŒstenkarte der USA einen „beleuchteten“ Kartenabschnitt sowie einen direkten Link unterhalb der großen Weltkarte namens „Neuengland, USA“. Dahinter verbirgt sich das „Gesamtkunstwerk“. 😉 Ja, ich war schon ganz fleißig und habe tĂŒchtig an neuen Seiten gefeilt. Ich werd Euch aber noch so lange auf die Folter spannen, bis ich alles selbst in Ruhe getestet und durchgesehen habe. Es dauert also noch etwas, bevor ich die Galerie scharf schalte. Die meisten von Euch wollen ja aber bestimmt soundso wieder die persönliche PrĂ€sentation der Fotos genießen. 🙂

    PS: Mittlerweile ist die Galerie natĂŒrlich ohne jegliche EinschrĂ€nkungen einsehbar.